Woche vom 23. - 29. Juni 2025
Axiom Space konnmte am 25. Juni, nach langem warten, die Ax-4 Mission starten. Zusammen mit Kommandantin Peggy Whitson (USA) konnten die Neu-Astronauten Shubhanshu Shukla (Indien), Tibor Kapu (Ungarn) und Sławosz Uznański-Wiśniewski (Polen) am 26. Juni an der ISS andocken.
Explosive Zeiten. Am 26. Juni kam es bei einem Test des neuen Feststoffboosters für das Space Launch System (SLS) in Utah zu einer Anomalie und in der Folge zur Explosion der Austrittsdüse. Rund 100 Sekunden nach Zündung trat an der Düse Rauch aus, kurz darauf flogen Trümmerteile. Der Booster brannte dennoch bis zum Testende weiter. Northrop Grumman erklärte später, man habe „die Grenzen der Konstruktion“ ausgelotet und gewinne wertvolle Erkenntnisse für künftige Entwicklungen.
Der Feststoffbooster soll ab Artemis 9 eingesetzt werden und soll durch neue Materialien und Treibstoffe eine höhere Leistung bringen. Ob er jemals fliegen wird, ist jedoch unklar, da die Zukunft des SLS-Programms über Artemis 5 hinaus unsicher ist. Es war bereits der zweite Düsenzwischenfall bei einem Northrop-Booster innerhalb eines Jahres.
Auch SpaceX musste einen herben Rückschlag verkraften: Das Starship ist explodiert. Auch Axiom Space wartet weiterhin auf eine Startmöglichkeit zur Internationalen Raumstation (ISS).
Das Starship Nr. 36, das für den integrierten Testflug 10 vorgesehen war, hat sich in der Nacht auf den 19. Juni auf dem Testgelände von SpaceX in einer gewaltigen Explosion in seine Einzelteile aufgelöst. SpaceX spricht in solchen Fällen von einer „RUD“ (Rapid Unscheduled Disassembly).
Die Ursache des Unfalls war schnell identifiziert: Einer der im oberen Teil des Starships montierten Druckbehälter – ein sogenannter COPV (Composite Overwrapped Pressure Vessel) – versagte unter dem hohen Innendruck und explodierte.
Diese Explosion löste eine Kettenreaktion aus, die zur vollständigen Zerstörung des Starships führte. Über 1.000 Tonnen flüssiger Sauerstoff und etwa 40 Tonnen flüssiges Methan entzündeten sich dabei und bildeten einen gigantischen Feuerball.
Ein COPV ist ein spezieller Hochdruckbehälter: Er besteht aus einem Metallkern, der mit einer Umwicklung aus Kohlefasergewebe verstärkt ist. Solche Behälter werden verwendet, um Gase unter extrem hohem Druck (über 300 Bar) sicher zu speichern.
Von den Überresten des Raumschiffs ist kaum noch etwas zu erkennen, und auch das Testgelände hat beträchtlichen Schaden genommen. Dank der von SpaceX vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen wurde jedoch niemand verletzt. Das Unternehmen untersucht derzeit die genauen Umstände des Vorfalls. Der nächste Starship-Start wird sich voraussichtlich deutlich verzögern und vermutlich nicht vor August stattfinden.
Woche vom 16. - 22. Juni 2025
Mit einer gewaltigen Explosion hat kurz vor Mitternacht am 18. Juni (Lokalzeit) der Test des Starship Nr. 36 geendet. Zurzeit laufen Aufräumarbeiten und erste Abklärungen. Bis zur Klärung des Vorfalls ist der geplante Start des Testfluges IFT-10 vermutlich auf Eis gelegt.
SpaceX befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase der Weiterentwicklung seines gigantischen Raumschiffsystems. Mit jeder neuen Version von Super Heavy und Starship werden bedeutende Designänderungen vorgenommen, wodurch das Entwicklungstempo aussergewöhnlich hoch ist. Dieser iterative Entwicklungsansatz ermöglicht schnelle Fortschritte, birgt jedoch auch gewisse Risiken. SpaceX ist bereit, diese in Kauf zu nehmen, selbst wenn dies den teilweisen oder vollständigen Verlust eines der Raumschiffe bedeutet.
Diese risikobereite Strategie folgt dem Prinzip: „Testen, lernen, verbessern“. Ein Ansatz, welcher SpaceX bereits in der Vergangenheit grosse technologische Sprünge ermöglicht hat.
Die NASA hat ein neues mögliches Startdatum für die Axiom-4-Mission bekannt gegeben. Die Falcon 9 mit der Dragon-Kapsel von Ax-4 soll nun voraussichtlich am 19. Juni vom Startkomplex 39A des Kennedy Space Centers in Florida aus zur Internationalen Raumstation (ISS) starten.
Der Flug erfolgt an Bord eines SpaceX-Dragon-Raumschiffs. Das Andocken an die ISS ist für den darauffolgenden Tag geplant.
Woche vom 9. - 15. Juni 2025
Dienstag 11. Juni 2025: Die Ax-4-Mission markiert die Rückkehr Indiens, Polens und Ungarns in die bemannte Raumfahrt, mit dem jeweils ersten staatlich geförderten Raumflug dieser Länder seit über 40 Jahren.
Während Ax-4 die zweite bemannte Raumfahrtmission in der Geschichte jedes dieser drei Länder darstellt, ist es das erste Mal, dass Astronauten aus Indien, Polen und Ungarn gemeinsam eine Mission an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) durchführen. Diese historische Mission unterstreicht, wie Axiom Space die Zugänglichkeit zum erdnahen Orbit neu definiert und nationale Raumfahrtprogramme weltweit stärkt.
Der geplante Start am 11. Juni musste aufgrund eines Problems während der Betankung abgebrochen werden. Auch der ursprünglich vorgesehene Ausweichtermin am 12. Juni konnte nicht wahrgenommen werden, da es ein Sauerstoffleck im russischen Teil der ISS gab. Ein neuer Starttermin steht derzeit noch nicht fest.
Nach dem Andocken werden die Ax-4-Astronauten voraussichtlich rund 14 Tage an Bord der ISS verbringen, um wissenschaftliche Experimente zur Schwerkraftforschung, Technologiedemonstrationen sowie Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen.
Die Besatzung der Ax-4-Mission besteht aus:
Kommandantin Peggy Whitson (USA) / Fünfter Raumflug (2 x Space Shuttle, 2 x Sojus)
Pilot Shubhanshu Shukla (Indien) / Erster Raumflug
Missionsspezialist Sławosz Uznański-Wiśniewski (Polen) / Erster Raumflug
Missionsspezialist Tibor Kapu (Ungarn) / Erster Raumflug
Ax-4 wird die erste Mission auf der Internationalen Raumstation mit Beteiligung von Astronauten aus Indien, Polen und Ungarn sein. Für alle drei Nationen bedeutet dies eine Rückkehr zur bemannten Raumfahrt nach mehr als vier Jahrzehnten, ein Meilenstein für ihre nationalen Raumfahrtprogramme.
Woche vom 2. - 8. Juni 2025
Zweiter Fehlschlag von Hakuto-R. Am 6. Juni 2025 (JST) begann der japanische Mondlander RESILIENCE, der am 15. Januar 2025 mit einer Falcon-9-Rakete gestartet worden war, seine Landesequenz, um auf der Mondoberfläche aufzusetzen. Nach Abschluss der Landesequenz konnte das Mission Control Center jedoch keine Verbindung zu RESILIENCE herstellen. Ab 8:00 Uhr desselben Tages kamen die Missionskontroller zu dem Schluss, dass eine Wiederaufnahme der Kommunikation mit dem Lander unwahrscheinlich sei. Daher wurde entschieden, die Mission abzubrechen. Das Missionsziel, den Erfolg Nr. 9 zu erreichen, konnte somit nicht erfüllt werden. Der vorgesehene Landeplatz lag im äußersten Norden des Mare Frigoris – ein Standort, der eine kontinuierliche Funkverbindung zur Erde ermöglicht hätte. Der bekannte Raumfahrtjournalist Eric Berger kommentierte, dass die gemessene Abstiegsgeschwindigkeit von 197 km/h doch als eher „suboptimal“ zu bewerten sei.
Überraschend hat Präsident Trump bekannt gegeben, dass er die Nominierung des designierten NASA-Chefs Jared Isaacman zurückziehen will. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar. Sicher ist jedoch, dass die als „Old Space“ bekannten Zulieferer der NASA (Boeing, Lockheed Martin, ULA und andere) von Isaacmans Nominierung nicht begeistert waren. In ihren Augen ist er nicht derjenige, der die NASA-Gelder weiterhin in ihre Richtung lenken würde. Besonders das mögliche Aus für das SLS-Programm ist ein großes Thema.
Es gibt auch Stimmen, die von einer möglichen Unterstützung der Demokraten durch Isaacman sprechen. Sollte dies zutreffen, wäre das sicherlich nicht im Interesse von Donald Trump. Es dürfte allerdings sehr schwierig sein, eine andere Person mit vergleichbarer Kompetenz wie Isaacman zu finden.
Für die NASA bedeutet diese Entscheidung, dass es weiterhin keinen Administrator gibt, welcher die Zukunft der US-Raumfahrt massgeblich gestalten kann.
Nach den ersten Analysen von IFT-9, dem neunten Starship-Testflug, scheinen die Probleme nicht besonders gravierend zu sein. Der Start von IFT-10 dürfte daher schon bald auf der Zeitachse erscheinen. Auch IFT-11 ist nicht allzu weit entfernt. Bei diesem Flug soll die Betankung eines Raumschiffs im Erdorbit demonstriert werden – ein besonders wichtiger Schritt für die Zukunft des Starship-Programms.
Die Raketenstarts der Woche findest Du - hier.
Woche vom 26.Mai - 1. Juni 2025
Am frühen Morgen des 28. Mai um 01:33 Uhr (MEZ) startete Starship zu seinem neunten integrierten Testflug. SpaceX hatte bereits im Vorfeld betont, dass es sich um einen „Extremtest“ handelte. Es wurden zahlreiche Modifikationen an Starship und Booster vorgenommen. Obwohl nicht alle geplanten Flugmanöver umgesetzt werden konnten, gilt der Test als grosser Erfolg und sogar als historisch.
Erstmals wurde eine Raketen-Erststufe dieser Grösse wiederverwendet: Booster Nummer 14 war bereits beim Flug IFT-7 im Einsatz und wurde damals spektakulär am Startturm aufgefangen. Beim aktuellen Flug war keine Rückkehr zum Turm vorgesehen. Stattdessen testete man verschiedene neue Flugprofile, unter anderem einen steilen Eintrittswinkel in die Atmosphäre zur Belastungserprobung und zur Erhöhung des Luftwiderstands. Trotz erfolgreicher Umsetzung der geplanten Manöver verlor der Booster im letzten Drittel seiner Rückkehr zur Erde die Kontrolle und stürzte, früher als geplant, in den Golf von Amerika.
Das Starship erreichte unterdessen problemlos eine Umlaufbahn in etwa 150 Kilometern Höhe. Geplant waren weitere Tests, etwa das Öffnen der Frachtluke für das Aussetzen von Starlink-Attrappen. Dieser Versuch schlug fehl und wurde abgebrochen. Beim Wiedereintritt rund 30 Minuten nach dem Start, aus ca. 170 Kilometern Höhe, verlor man die Kontrolle über das Fahrzeug. Es zerbrach vermutlich in etwa 70 Kilometern Höhe in der vorgesehenen, gesicherten Landezone.
Insgesamt war es ein spektakulärer Flug mit beachtlichen Fortschritten, aber auch mit neuen Herausforderungen. SpaceX testet hier Technologien, welche weit über bisherige Raumfahrtstandards hinausgehen. Der nächste Testflug wird voraussichtlich noch vor den Sommerferien stattfinden.
Auch in der laufenden Woche starten mehrere weitere Raketen, unter anderem drei Falcon-9-Raketen mit Starlink-Satelliten.
Woche vom 19. - 25. Mai 2025
SpaceX plant in der laufenden Woche den nächsten Testflug seines Starship-Programms – den sogenannten Integrated Flight Test 9 (IFT-9). Ein genaues Startdatum wurde bislang noch nicht bekannt gegeben. In Vorbereitung auf diesen Flug wurde das Starship in den vergangenen Wochen umfassend überarbeitet und zahlreichen Tests unterzogen. Hintergrund sind die Explosionen während der letzten beiden Testflüge, die SpaceX dazu veranlassten, verschiedene Systeme und Komponenten grundlegend zu verbessern.
Für den bevorstehenden Start soll erneut Booster 14 zum Einsatz kommen, dieselbe Erststufe, welche bereits beim siebten Testflug verwendet wurde. Damit erreicht das Starship-Programm einen weiteren wichtigen Meilenstein: den wiederholten Einsatz eines Super-Heavy-Boosters innerhalb der Testserie. Dieser Schritt ist nicht nur ein technischer Fortschritt, sondern auch von zentraler Bedeutung für die langfristige Vision von SpaceX, ein vollständig wiederverwendbares Raumtransportsystem zu etablieren.
Ziel von IFT-9 ist es, weitere Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Booster und Oberstufe zu gewinnen, die strukturelle Integrität bei Maximalbelastung zu testen sowie die kontrollierte Rückkehr und potenzielle Bergung beider Stufen weiter zu verfeinern.
Diverse Raketenstarts sind auch in der laufenen Woche geplant -> hier.
Woche vom 12. - 18. Mai 2025
Neun Raketenstarts haben vom 12. bis zum 18. Mai stattgefunden. Allein SpaceX hat mit vier Starlink-Missionen über 100 Satelliten in den Orbit gebracht und damit erneut seine führende Rolle im Bereich der kommerziellen Raumfahrt unter Beweis gestellt. Ein kurioser Vorfall hat am 13. Mai den für den Folgetag geplanten Start von Gilmour Space in Australien gestoppt. Bei einem Testlauf des Startvorgangs hat die Rakete unbeabsichtigt ihre Nutzlastverkleidungen abgesprengt. Diese müssen nun ersetzt werden, der Start ist jedoch weiterhin für den laufenden Monat geplant.
Unterdessen wartet die NASA weiterhin auf die endgültige Bestätigung ihres designierten Administrators Jared Isaacman. Offenbar stossen seine Nominierung und mögliche zukünftige Reformpläne bei einigen US-Senatoren auf Widerstand. Grund dafür ist die Sorge, dass von Isaacman angestossene Veränderungen bestehende Strukturen in der US-Raumfahrtindustrie aufbrechen und potenziell Arbeitsplätze in bestimmten Bundesstaaten gefährden könnten. Der politische Druck zeigt: Das Festhalten an veralteten Strukturen steht mancherorts dem Wunsch nach Innovation im Weg.
Bereits in der vergangenen Woche wurde zudem bekannt gegeben, dass das NASA-Budget für das Jahr 2026 erheblich gekürzt werden soll, voraussichtlich um mehrere Milliarden US-Dollar. Besonders betroffen davon sind das SLS-System (Space Launch System), die Orion-Kapsel sowie das geplante Lunar Gateway. Das SLS-Projekt steht seit Jahren in der Kritik. Hohe Kosten, technische Verzögerungen und eine fragwürdige Zukunftsfähigkeit werfen Fragen zur Sinnhaftigkeit des Programms auf. Kritiker sehen in den geplanten Einsparungen daher nicht nur eine finanzielle Notwendigkeit, sondern auch eine überfällige Weichenstellung hin zu flexibleren und effizienteren Raumfahrtlösungen. Nach aktuellem Stand sollen noch zwei SLS-Missionen zum Mond durchgeführt werden. Danach wird das Projekt aus Kostengründen voraussichtlich eingestellt. Jeder Start des SLS verursacht Ausgaben von rund vier Milliarden US-Dollar.
Woche vom 5. - 11. Mai 2025
Am 10. Mai 2025 stürzte die Sonde Kosmos 482 nach rund 53 Jahren im Erdorbit unkontrolliert in den Indischen Ozean. Die Sonde war 1972 mit dem Ziel gestartet worden, die Venus zu erforschen. Aufgrund eines Fehlers in der oberen Raketenstufe konnte Kosmos 482 den Erdorbit jedoch nie verlassen und ging unkontrolliert im Orbit verloren. Nachdem sie über fünf Jahrzehnte die Erde umkreist hatte, sank die Sonde schließlich immer weiter ab und stürzte nun, ohne Schaden anzurichten, ins Meer.
Etwas unspektakulär muss man konstatieren, dass das Geschäft mit den kommerziellen Raketenstarts derzeit nahezu reibungslos funktioniert. Acht der neun Starts in der vergangenen Woche verliefen planmässig und erreichten ihre Zielorbits um die Erde ohne Zwischenfälle. Auch der Start der Firefly Alpha mit dem klangvollen Namen Message in a Booster am 29. April 2025 erfolgte zunächst problemlos. Allerdings verhinderte ein Problem mit dem Triebwerk der zweiten Stufe, dass die Nutzlast den Erdorbit erreichte, sie ging dabei verloren. Besonders ärgerlich für Firefly ist dabei, dass es sich um die Nutzlast LM400 des namhaften Rüstungskonzerns Lockheed Martin handelte. Die LM400 ist eine modulare Satellitenplattform von Lockheed Martin, die für eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzlasten ausgelegt ist und insbesondere beim Transport, der Positionierung und dem Aussetzen von Satelliten eine zentrale Rolle spielt.
Die Zuverlässigkeit der heutigen Trägersysteme, obwohl nach wie vor eine technologische Herausforderung, ist mittlerweile fast zur Routine geworden, ein deutliches Zeichen für die Reife der privaten Raumfahrtindustrie. Dennoch bewahrheitete sich auch in dieser Woche eines der bekanntesten Zitate der Branche: „Space is hard.“
Währenddessen gehen die Bauarbeiten im texanischen Boca Chica ungebremst weiter. Der zweite Start-Komplex mit einer vollständig neuen Startplattform nimmt immer deutlichere Formen an. Massive Strukturen aus Beton und Stahl wachsen aus dem Wüstenboden, begleitet von einem ständigen Kommen und Gehen schwerer Baufahrzeuge. SpaceX investiert hier nicht nur in Infrastruktur, sondern in eine Zukunft, welche die interplanetare Raumfahrt alltäglich machen soll.
Direkt angrenzend an das Test- und Startgelände entsteht parallel eine neue Kleinstadt mit dem offiziellen Namen Starbase. Am Samstag, dem 3. Mai, stimmten die etwas mehr als 280 registrierten Wahlberechtigten mit grosser Mehrheit für die Gründung der Stadt. Die meisten von ihnen sind SpaceX-Mitarbeitende, welche bereits heute vor Ort leben und arbeiten. In naher Zukunft sollen Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote und auch eine eigene Schule das Stadtbild ergänzen. Dies mit dem Ziel, ein autarkes und zukunftsorientiertes Lebensumfeld für die Beschäftigten und ihre Familien zu schaffen.
Da bereits über 3000 Menschen in Starbase arbeiten, mit weiter steigender Tendenz, wird die Siedlung voraussichtlich rasch weiterwachsen. Elon Musk hat mehrfach angedeutet, dass Starbase mehr sein soll als nur ein Standort für Raumfahrttechnik. Vielmehr soll sie als Keimzelle einer neuen Ära dienen, in der der Mensch regelmässig das All bereist und möglicherweise irgendwann andere Planeten besiedelt. Was einst wie Science-Fiction klang, nimmt in der texanischen Wüste Schritt für Schritt konkrete Formen an.
Woche vom 28. April - 4. Mai 2025
Neun Raketenstarts sind weltweit für die aktuelle Woche geplant. Allein SpaceX startet in dieser Woche vier Falcon-9-Raketen in Florida (Cape Canaveral) und Kalifornien (Vandenberg). Dazu kommen Starts von Firefly, Arianespace, ULA, China und mit Gilmour tritt ein neuer Player aus Australien im Raketengeschäft auf die Bühne. Gilmour Space ist ein australisches Unternehmen, das mit seiner Rakete "Eris" den ersten Testflug versuchen will. Der Start der Eris wurde jedoch vom 4. auf den 15. Mai verschoben.
Woche vom 21. - 27. April 2025
Neben den zahlreichen Starts und Missionen, die mittlerweile jede Woche stattfinden, wird sowohl in Boca Chica (Texas) als auch am Kennedy Space Center in Florida mit Hochdruck gebaut. SpaceX errichtet neue Gebäude für den Bau des gigantischen Starship - und das gleich an beiden Standorten. Gigabay sollen die riesiten Produktionshallen genannt werden.
Sowohl in Florida als auch in Cape Canaveral entstehen derzeit riesige Montagehallen, die Platz für bis zu 30 Starship-Raketen bieten sollen. Es ist daher zu erwarten, dass in naher Zukunft auch von Florida aus Starship-Flüge starten werden.
Da ein Starship aufgrund seiner Grösse nicht einfach verlaen werden kann, ist anzunehmen, dass die Riesenraketen einfach von Boca Chica nach Florida geflogen werden. So etwas hat die Welt bisher noch nicht gesehen und unterstreicht den revolutionären Ansatz von SpaceX.
Neben SpaceX investieren derzeit auch andere private Raumfahrtunternehmen massiv in den Ausbau ihrer Infrastruktur am Cape Canaveral Spaceport. Blue Origin errichtet dort ein neues Montage- und Testzentrum für seine New-Glenn-Rakete. Auch Stoke Space und Rocket Lab bauen an eigenen Anlagen, um künftig regelmäßig von Florida aus starten zu können.
Die Raumfahrt tritt damit in ein neues Zeitalter ein: Nie zuvor waren so viele private Akteure gleichzeitig in der Entwicklung und im Betrieb orbitaler Trägersysteme aktiv. Der Wettbewerb um die besten Technologien, effizienteste Produktion und zuverlässigste Starts treibt Innovationen mit atemberaubender Geschwindigkeit voran. Florida entwickelt sich zunehmend zu einem internationalen Drehkreuz der kommerziellen Raumfahrt.
Woche vom 14. - 20. April 2025
Der älteste aktive NASA-Astronaut, Donald "Don" Pettit, ist am 20. April gemeinsam mit den russischen Kosmonauten Alexei Owtschinin und Iwan Wagner sicher in der kasachischen Steppe gelandet. Die drei Raumfahrer kehrten an Bord der Raumkapsel Sojus-MS-26 nach sieben Monaten auf der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurück.
Ein besonderes Detail: Don Pettit feierte am Tag der Landung seinen 70. Geburtstag und wurde damit zum ersten Menschen, der dieses Alter im Weltall erreicht hat. Seine Rückkehr am selben Tag macht diesen Meilenstein zu einem ganz besonderen Moment in seiner beeindruckenden Karriere. Pettit, der für seine wissenschaftliche Neugier und seine kreativen Experimente im All bekannt ist, war bereits mehrfach im Weltraum und gilt als eine der erfahrensten Persönlichkeiten der US-Raumfahrt.
Nach sieben Monaten in der Schwerelosigkeit dürfte die Heimkehr auf festen Boden, kombiniert mit seinem runden Geburtstag, ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein.
Technisch nicht besonders anspruchsvoll, aber medienwirksam: Am 14. April startete eine New-Shepard-Rakete von Blue Origin mit einer rein weiblichen Besatzung zu einem kurzen Ausflug an die Grenze des Weltraums. An Bord waren die Sängerin Katy Perry, die Journalistin Gayle King, Lauren Sánchez (Partnerin von Jeff Bezos), die ehemalige NASA-Forscherin Aisha Bowe, die Filmproduzentin Kerianne Flynn sowie die Aktivistin Amanda Nguyễn. Nach nur 10 Minuten und 22 Sekunden landete die Kapsel wieder sicher in der texanischen Wüste.
Firefly Aviation hat bekannt gegeben, dass die Blue Ghost-Mission auf dem Mond erfolgreich beendet wurde. Nachdem die Batterien des Blue Ghost-Landers erschöpft waren, wurde der Kontakt zum Mondlander offiziell eingestellt.
Woche vom 7. - 13. April 2025
Nach dem erfolgreichen Hearing im Senat ist nun der 28. April als Tag der Entscheidung vorgemerkt. Schon vor dem Hearing im Senat hatten sich mehr als zwei dutzend Astronauten in einem Brief für Jared Isaacman als neuen NASA-Direktor (Administrator) stark gemacht. Auch bei den "Profis" der NASA ist Isaacman der perfekte Kandidat für das Amt, um die NASA aus dem "Dornröschenschlaf" zu erwecken.
Am 9. April hat das „Nomination Hearing“ welches für die Ernennung des erforderlich ist, durch den Senat stattgefunden. Mit der Ernennung von Isaacman zum neuen Administrator wird die NASA wieder handlungsfähig und diverse hängige Entscheidungen können endlich umgesetzt werden. Es wird erwartet, dass Isaacman die Zielsetzungen der US Regierung betreffend Mars und Mondprogramm klar umschreibt und damit die Zielsetzungen für die Raumfahrt der nächsten Jahre definiert.
SpaceX plant alleine für die laufende Woche vier Starts der Falcon 9. Die Raketen werden beim Kennedy Space Center/FL und in Vandenberg/CA Florida gestartet.
Der Start von IFT-9 des Starship rückt näher. SpaceX ist überzeugt, die Probleme der Testflüge IFT-7 und IFT-8 behoben zu haben. Soeben wurde bekannt, dass beim neunten Testflug der Booster 14 zum Einsatz kommen soll – derselbe Booster, der beim siebten Flug erfolgreich vom Startturm aufgefangen wurde.
Das ist eine echte Sensation und dürfte einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Starship-Programms markieren. Ein Startdatum ist noch nicht bekannt gegeben worden.
Woche vom 31. März - 6. April 2025
China und SpaceX (USA) bestimmen nach wie vor mit regelmässigen Satellitenstarts das Geschehen im Erdorbit. Neben zwei Starlink-Missionen sind in der vergangenen Woche erneut zwei Raketen in China gestartet.
Am 4. April 2025 ist FRAM2 planmässig um 18:19 Uhr (MESZ) vor der Küste Kaliforniens im Wasser gelandet. Alle Astronauten sind wohlauf und strahlend aus der Dragon-Kapsel gestiegen.
Die FRAM2-Mission ist am 1. April 2025 um 03:46 Uhr (MESZ) vom Kennedy Space Center in Florida gestartet.
Der Name FRAM2 bezieht sich auf das Forschungsschiff Fram des Polarforschers Roald Amundsen, der 1910 mit der Fram zu seiner historischen Polarexpedition aufbrach. Die Besatzung, Chun Wang (Malta), Jannicke Mikkelsen (Norwegen), Rabea Rogge (Deutschland) und Eric Philips (Australien), alles Laienastronauten, kann sie jetzt voll auf die gesetzten Ziele konzentrieren.
Weitere Infos hier: FRAM2
Woche vom 24. - 30. März 2025
Am Morgen des 24. März startete die "Spectrum"-Rakete von ISAR Aerospace zum ersten Mal vom Andøya Space Center in Norwegen. Der Testflug war mit verschiedenen Herausforderungen verbunden, und es war klar, dass Probleme auftreten können. Um 12:30 Uhr (MESZ) hob die Rakete planmässig ab. Bereits nach wenigen Sekunden geriet sie jedoch außer Kontrolle und stürzte ab. Die Entwickler werten den Flug dennoch als Erfolg, da bereits das Abheben einer Rakete beim Erstflug keine Selbstverständlichkeit ist.
Neben drei SpaceX Missionen (Starlink 11-7, NROL-57 und NROL69) sind auch von China aus zwei Missionen (Tianlian-2 04 und TJSW-16) auf einer Langer Marsch 3b und einer Langer Marsch 7A gestartet worden. Zudem startete erneut eine Electron Rakete von RocketLab ab Neu Seeland mit der "Finding Hot Wildfires Near You" - Mission.
Der Blue Ghost Mond-Lander von Firefly arbeitet auf dem Mond einwandfrei und hat
erstmals hochauflösende Aufnahmen eines Sonnenuntergangs auf dem Mond gemacht. Die Bilder wurden aus verschiedenen Kameraperspektiven aufgenommen und zu einem Video zusammengesetzt, das das faszinierende Leuchten des Horizonts zeigt, wenn die Sonne hinter der Mondoberfläche versinkt. Auch die Erde und – weiter in der Ferne – die Venus sind am Himmel zu erkennen. Weitere Aufnahmen des Sonnenuntergangs sind im Flickr-Album von Firefly verfügbar. Das NASA-Wissenschaftsteam freut sich darauf, die Bilder eingehend zu analysieren und bald weitere Erkenntnisse zu teilen.
Die NASA hat bekannt gegeben, dass die bemannte Mond-Mission Artemis 3 erneut verschoben wird. Anstatt 2026 wird diese nun Mitte 2027 stattfinden, bedingt durch technische Probleme, insbesondere mit dem Hitzeschild des Raumschiffs. Artemis 3 soll die erste Mission seit über 50 Jahren sein, die Menschen zum Mond bringt, darunter auch erstmals eine Frau. Zuvor war diese Mission bereits von 2025 auf 2026 verschoben worden. Ob die Mission am Ende wirklich durchgeführt wird und ob das Artemis Programm überhaupt eine Zukunft hat, darf alledings bezweifelt werden.
Woche vom 17. - 23. März 2025
SpaceX hat in der vergangenen Woche, einschließlich des Crew-10-Starts, insgesamt fünf Falcon-9-Starts durchgeführt – drei vom Kennedy Space Center und zwei von der Startanlage in Vandenberg, Kalifornien. Dabei wurde erneut ein Rekord aufgestellt: Diesmal ging es um die kürzeste Zeitspanne zwischen zwei Einsätzen desselben Falcon-9-Boosters. Zwischen dem Start des «SPHEREx»-Weltraumteleskops am 11. März und dem Start der NROL-57-Mission für das «U.S. National Reconnaissance Office (NRO)» am 20. März mit demselben Booster lagen lediglich gut neun Tage.
Am 18. März 2025 ist mit der Rückkehr der Starliner/Crew-9-Astronauten eine unglaubliche Raumfahrtgeschichte zu Ende gegangen. Um 22:57 Uhr (MEZ) ist die Dragon-Kapsel mit dem Namen "Freedom" im Golf von Mexiko vor der Küste von Tallahassee, Florida, gewassert. Nach neun (nicht geplanten) Monaten im Erdorbit sind Sunita Williams und Barry Wilmore zusammen mit den Crew-9-Astronauten Nick Hague und Alexander Gorbunow wieder auf der Erde. Mit etwas "Augenzwinkern" muss vermerkt werden, dass die NASA Sunita "Suni" Williams und Barry "Butch" Wilmore auf ihrer Website nun einfach als Crew 9 Astronauten führt. NASA Crew 9
Auch in der laufenden Woche sind wieder mehrere Falcon 9 Starts geplant. Link - Startdaten SpaceX
Woche vom 10. - 16. März 2025
Am Morgen des 15. März 2025 hob eine Falcon 9 von SpaceX im Auftrag der NASA vom Startkomplex 39A des Kennedy Space Centers ab. Damit beginnt die lang erwartete Crew-10-Mission zur ISS und vor allem die Rettung der beiden gestrandeten Astronauten Butch Wilmoore und Sunita Williams von der ISS. Nach neun Monaten im All können sie voraussichtlich nächste Woche die Heimreise antreten.
Von den Medien nahezu unbeachtet, startete die Mission «Transporter 13» mit 74 Satelliten von verschiedenen Autraggebern an Bord, vom Vandenberg Startkomplex SLC-4E in Kalifornien. Mit diesem Flug verbunden war die 400. erfolgreiche Landung eines Falcon-9-Boosters. Ein Meilenstein in der Geschichte von SpaceX.
Nur fünf Stunden später hob in Florida von SLC-40 eine weitere Falcon 9 mit 21 Starlink-Satelliten ab. Damit brachte SpaceX am 15. März 2025 innerhalb von nur 13 Stunden drei Falcon-9-Raketen auf den Weg!
Am 14. März um 20 Uhr (Lokalzeit) wurde mit einer Electron-Rakete von Pad B des Startkomplexes auf der Mahia-Halbinsel in Neuseeland der QPS-SAR-9-Satellit für ein japanisches Unternehmen ins All gebracht. Rocket Lab hat mit diesem Kunden einen Vertrag für acht solcher Missionen, wobei QPS-SAR-9 der erste dieser Serie war.
Woche vom 3. - 9. März 2025
Am 6. März konnte der achte Flugtest von Starship durchgeführt werden. Nachdem der Super-Heavy-Booster wie geplant zündete, wurde er nach knapp fünf Minuten von den vorgesehenen Fangarmen („Chopsticks“) am Startturm wieder eingefangen. Der Flug der zweiten Stufe, des Starships, verlief jedoch erneut nicht wie geplant. Das Starship setzte seinen Aufstieg fort und erreichte eine Geschwindigkeit von über 21.000 km/h. Kurz vor dem Ende des Aufstiegs führte jedoch eine Explosion im hinteren Teil des Starships zum Ausfall mehrerer Raptor-Motoren. Dies wiederum führte zum Verlust der Kontrolle und letztlich zum Abbruch der Kommunikation mit dem Starship. Der letzte Kontakt bestand bis 9 Minuten und 30 Sekunden nach dem Start. Bereits zum zweiten Mal mussten Zuschauer mitansehen, wie die Überreste des Starships als Trümmerregen am karibischen Himmel verglühten. SpaceX steht nun vor der Aufgabe, eine detaillierte Fehleranalyse durchzuführen, um die Probleme zu identifizieren und zu beheben.
Der erste kommerzielle Flug der Ariane 6 verlief am 6. März wie geplant, und die Nutzlast, der CSO-3-Satellit, wurde erfolgreich in seinen Orbit gebracht. Mit diesem erfolgreichen Start zur Unterstützung der französischen Verteidigung sowie der Kapazitätsanforderungen mehrerer Partnernationen garantiert Arianespace einen unabhängigen Zugang zum Orbit für Frankreich und Europa – allerdings weiterhin zu einem relativ hohen und nicht konkurrenzfähigen Preis.
Die mit grosser Spannung erwartete Landung des IM-2-Landers von Intuitive Machines am 6. März um 07:28:50 UTC war erneut nicht erfolgreich. Nachdem beim ersten Versuch im Februar 2024 eines der Landebeine eingeknickt war und die Funktionsfähigkeit des Landers nicht mehr gegeben war, traten auch bei der zweiten Landung erhebliche Probleme auf. Während des Landungsprozesses ging der Kontakt vorübergehend verloren. Als die Verbindung wiederhergestellt wurde, stellte sich heraus, dass der Lander umgestürzt war. Zwar konnte der Kontakt erneut aufgebaut werden, doch am 7. März waren die Batterien erschöpft, und die Mission musste für beendet erklärt werden. Damit konnten weder die Erwartungen noch die gesetzten Missionsziele erfüllt werden.
Woche vom 24. Februar - 2. März 2025
Die am 15. Januar mit einer Falcon 9 gestartete Blue Ghost Mission von Firefly Aviation hat am 2. März 2025 das erste grosse Etappenziel, die Landung auf dem Mont absolviert. Wie geplant ist der Mondlander Blue Ghost ist wie geplant im Nordosten, am Rande der erdzugewandten Mondseite, im Mare Crisium (Meer der Gefahren) gelandet. Mit seinem Ersten zur Erde gesandten Bild ist er seinem Namen mehr als gerecht geworden. Link - Firefly Aerospace
Die private Startup-Mondmission IM-2 des amerikanischen Unternehmens Intuitive Machines startete im Auftrag der NASA wie geplantam 27. Februar in Florida gestartet. Die Lanung des Landers Athena ist für den 6. März geplant.
Mehrere Starts sind auch für diese Woche geplant. Allen voran steht jedoch der Start von Booster 15 mit dem Starship Nr. 34, die am 26. Februar von Boca Chica, TX, als ITF-8 in den Orbit starten sollen.
Mit Spannung erwarten wir auch den Start der Ariane 6, die die französische CSO-3-Mission in den Orbit bringen soll. Die Mission VA263 wird der erste kommerzielle Flug der Ariane 6 sein, der neuen europäischen Schwerlastrakete. Sie wird ihren Passagier, den CSO-3-Satelliten, in eine sonnensynchrone Umlaufbahn (SSO) in einer Höhe von etwa 800 km transportieren.
Woche vom 17. - 23. Februar 2025
Die Startkadenz bei SpaceX ist ungebremst hoch. Allein in dieser Woche sind wieder vier Starlink-Missionen von Florida und Kalifornien aus in den Orbit gestartet. Eine Electron-Rakete wurde von Neuseeland aus auf den Weg gebracht, und auch in China startete eine weitere „Langer Marsch 3B“ in den Orbit.
Auf der Starbase in Boca Chica laufen die Vorbereitungen für den achten Testflug des Starship auf Hochtouren. Der Starttermin soll am kommenden Mittwoch, den 26. Februar, sein.
Zum ersten Mal ist am 18. Februar ein Falcon-9-Booster auf der Landeplattform „Just Read the Instructions“ (JRTI) in den Gewässern vor den Bahamas gelandet. Das Gebiet vor den Bahamas bietet mehrere Vorteile: Die Gewässer sind relativ ruhig, und zusätzlich kann Treibstoff gespart werden, da der Booster nicht zurück nach Florida fliegen muss.
Hier das SpaceX Video zur Landung
Das private Mondlandefahrzeug der Firma Firefly Aerospace aus Texas hat nach einer rund einmonatigen Reise die Mondumlaufbahn erreicht. Der Lander wird nun etwa zwei Wochen in der Mondumlaufbahn verbleiben und eine Reihe von Tests durchlaufen, um seine Systeme und Funktionalitäten zu überprüfen. Ziel der Mission ist es, neue Technologien für Mondmissionen zu erproben und wertvolle wissenschaftliche Daten zu sammeln. Die geplante Landung des Landers auf der Mondoberfläche ist für den 2. März vorgesehen. Hier ein interessanter Film von Firefly Aerospace zur geplanten Landung
Woche vom 10. - 16. Februar 2025
Am 15. Februar startete eine weitere Falcon 9 im Rahmen der 233. Starlink-Mission. Mit dem insgesamt 435. Falcon 9-Flug wurde zum 364. Mal ein Falcon 9-Booster wiederverwendet (dieser Bosster zum 26. Mal) und zum 390. Mal landete ein solcher knapp zehn Minuten nach dem Start sicher auf der dafür vorgesehenen Landeplattform.
Aktuell bereitet SpaceX den nächsten Flugtest ihres Starship-Systems vor, bekannt als IFT-8 (Integrated Flight Test 8). Der Start ist für Ende Februar oder Anfang März 2025 geplant. Dieser Test stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein im Entwicklungsprogramm von SpaceX dar und soll die Fortschritte bei der Integration von Starship und Super Heavy demonstrieren.
Im Rahmen von IFT-8 plant SpaceX einen erneuten Rückkehrversuch des Boosters (Super Heavy) zum Startplatz in Boca Chica, Texas. Das Starship selbst wird einen suborbitalen Flug ausführen, der ursprünglich bereits für IFT-7 geplant war und mit einer Wasserlandung im Indischen Ozean westlich von Australien endet. Während dieses Fluges sollen zudem Testsatelliten (Dummies) ausgesetzt werden. Darüber hinaus sollen weitere Daten zur Flugstabilität und Wärmeabschirmung gesammelt werden, die für zukünftige Missionen essenziell sind.
Am 11. Februar starteten gleich drei Raketen mit Kommunikations-Satelliten. Eine Falcon 9 von Florida, eine Falcon 9 von Kalifornien und eine 'Long March 8A'.
Woche vom 3. - 9. Februar 2025
Inzwischen ist auch das Startdatum für die SpaceX-Crew-10-Mission bekannt. Am 12. März soll eine Falcon 9 mit der neuen Besatzung zur ISS starten. Die Astronauten Anne McClain, Nichole Ayers, Takuya Ōnishi und Kirill Peskov werden die Crew-9-Astronauten sowie vor allem die beiden gestrandeten Astronauten Williams und Willmore ersetzen, die wenige Tage nach der Ankunft von Crew 10 endlich den Rückflug antreten sollen.
Am 5. Februar startete SpaceX eine Falcon 9-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral, um Starlink-Satelliten in den Orbit zu bringen und das globale Starlin-Netzwerk, welches inzwischen aus über 7000 Statelliten besteht, auszubauen.
Am 7. Februar startete die ESA eine Ariane 5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou, die den Kommunikationssatelliten Eutelsat Konnect VHTS in den geostationären Orbit brachte. Dieser Satellit wird Hochgeschwindigkeits-Internet in Europa und Afrika bereitstellen und die digitale Infrastruktur in abgelegenen Gebieten stärken.
Am 9. Februar brachte China mit einer Long March 3B-Rakete den Satelliten Tianlink-1 in den geostationären Orbit. Der Kommunikationssatellit wird China und benachbarten Regionen bessere Internetdienste bieten und die nationale Sicherheit stärken.
Die Regierung Trump hat bereits vor Weihnachten den Milliardär Jared Isaacman als neuen NASA-Direktor (korrekt: Administrator) nominiert. Da Isaacman jedoch erst nach der Amtseinführung von Donald Trump offiziell vorgeschlagen werden konnte, ist die offizielle Bestätigung zurzeit noch offen. Vor allem demokratische Senatoren wehren sich gegen einen Mann mit privatwirtschaftlichem Hintergrund.
Bis zur Klärung der Situation hat Donald Trump die bisherige Direktorin des Kennedy Space Centers in Florida, Janet Petro, zur neuen Administratorin ernannt. Der bisherige Amtinhaber Bill Nelson ist mit dem Abtritt von Joe Biden, wie zu erwarten war, zurückgetreten. Bei Bill Nelson (Biden Administration) hatte dies bis zum 3. Mai gedauert.
Woche vom 27. Januar – 2. Februar 2025
Am 27. Januar startete von Cape Canaveral (SLC-40) eine Falcon 9 mit weiteren Starlink-Satelliten (Batch 12-7). In Indien wurde am 29. Januar auf einer GSLV-II der Navigationssatellit NVS-02 in eine geosynchrone Umlaufbahn gestartet. Am 30. Januar folgte der militärische Kommunikationssatellit SpainSat NG I auf einer Falcon 9 von Startplatz LC-39A, ebenfalls in eine geosynchrone Umlaufbahn.
Am 1. Februar wurde eine weitere Charge Starlink-Satelliten (Batch 11-4) von Kalifornien aus (SLC-4E, Vandenberg) auf einer Falcon 9 in den Orbit gebracht.
Am Sonntag folgte schließlich der Navigationssatellit Michibiki No. 6, der mit einer japanischen H-3-Rakete vom Startplatz LA-Y2 des Tanegashima Space Centers aus gestartet wurde.
2025
Das laufende Jahr dürfte eine neue Rekordmarke in Bezug auf Raketenstarts setzen. Es wird erwartet, dass knapp über 200 Raketen ihre Nutzlasten in den Orbit bzw. in geosynchrone Umlaufbahnen bringen werden.
Das Starlink-System von SpaceX wächst weiter und umfasst mittlerweile über 7.000 Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen. Auch wirtschaftlich entwickelt es sich zu einem großen Erfolg. Die Nutzerzahlen haben sich im Jahr 2024 mehr als verdoppelt, und auch im laufenden Jahr wird ein massiver Anstieg erwartet.
Bemerkenswert ist, dass sich allein die neuen Verträge zur Nutzung von Starlink auf Schiffen im Jahr 2024 auf 70.000 beliefen. Vom kleinen Segelboot bis hin zu großen Kreuzfahrtschiffen setzt sich das System zunehmend auf den Weltmeeren durch. Während Internetdienste auf hoher See vor zehn Jahren noch eine Seltenheit waren, sind schnelle Internetverbindungen dank Starlink heute nahezu überall selbstverständlich verfügbar.
