News (18. März 2025): Das "Drama" ist zu Ende. mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE-CH; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;">Am 18. März 2025 ist mit der Rückkehr der Starliner/Crew-9-Astronauten eine unglaubliche Raumfahrtgeschichte zu Ende gegangen. Um 22:57 Uhr (MEZ) ist die Dragon-Kapsel mit dem Namen "Freedom" im Golf von Mexiko vor der Küste von Tallahassee, Florida, gewassert. Nach neun (nicht geplanten) Monaten im Erdorbit sind Sunita Williams und Barry Wilmore zusammen mit den Crew-9-Astronauten Nick Hague und Alexander Gorbunow wieder auf der Erde. Mit etwas "Augenzwinkern" muss vermerkt werden, dass die NASA Sunita "Suni" Williams und Barry "Butch" Wilmore auf ihrer Website nun einfach als Crew 9 Astronauten führt. NASA Crew 9
Von der Presse verschwiegen wurde die Tatsache, dass diese Rückkehr dank des US-Präsidenten Donald Trump möglich wurde, welcher SpaceX-Chef Elon Musk den Auftrag erteilte, die Crew so rasch wie möglich zurückzuholen. Zuvor hatte die Regierung Biden dies verhindert, um BOEING und die NASA vor einem „Gesichtsverlust“ zu bewahren. Die NASA hatte geplant, die Rückkehr im Rahmen der regulären Rotation von Crew 9 und Crew 10 durchzuführen.
Um dies zu ermöglichen, mussten zwei Falcon-9-Missionen vorgezogen werden (Crew 10 und Crew 9), damit Crew 9 früher nach Hause geholt werden konnte.
Drama im All: Das gescheiterte Starliner-Projekt
Im Jahr 2014 beauftragte die NASA die Unternehmen Boeing und SpaceX, jeweils eine Raumkapsel für den Transport amerikanischer Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) zu entwickeln. Boeing ging dabei mit einem klaren Vorteil ins Rennen, da das Unternehmen bereits in der Space-Shuttle-Ära umfangreiche Erfahrungen im Bau und Betrieb von Raumfahrzeugen gesammelt hatte.
Boeing erhielt ein Budget von 4,2 Milliarden US-Dollar für das Projekt, während SpaceX mit 2,6 Milliarden auskommen musste. Die NASA hatte ursprünglich geplant, dass beide Systeme bis 2017 einsatzbereit sind. Doch beide Unternehmen standen vor erheblichen Herausforderungen. SpaceX konnte schliesslich am 30. Mai 2020 mit der Dragon-Kapsel und den Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken einen erfolgreichen ersten Testflug durchführen. Boeing jedoch kämpfte mit weit grösseren Problemen: Der bemannte Testflug des Starliner-Raumschiffs verzögerte sich immer wieder und konnte erst am 5. Juni 2024 – also vier Jahre später als geplant – starten.
Technische Probleme beim Starliner-Testflug
Nach dem Start des Starliners traten schwerwiegende technische Schwierigkeiten auf. Besonders problematisch waren Lecks in den Heliumtanks, die zur Steuerung des Raumschiffs erforderlich sind. Diese Lecks führten dazu, dass mindestens eine der Steuerdüsen des Raumschiffs nicht richtig funktionierte, was die Mission weiter verzögerte. Der ursprünglich geplante Rückflug der Astronauten Sunita «Suni» Williams und Barry «Butch» Wilmore wurde daher immer wieder verschoben. Nach intensiver Fehlersuche gab die NASA schliesslich zu, dass eine sichere Rückkehr der Astronauten mit dem Starliner nicht möglich sei. Am 7. September 2024 landete die Kapsel ohne Besatzung in der Wüste von New Mexico, was das Desaster für Boeing weiter verschärfte.
Eine Mission ohne Ende
Der Testflug, der ursprünglich nur acht Tage dauern sollte, zieht sich mittlerweile – Stand Anfang Februar 2025 – bereits über acht Monate. Williams und Wilmore befinden sich immer noch auf der ISS und warten auf ihre Rückkehr. Am 28. September 2024 startete der eigentlich mit vier Besatzungsmitgliedern geplante Flug der SpaceX Dargon Kapsel nur mit den Astronauten Nick Hague und Aleksandr Gorbunov. Zwei Sitze blieben leer, damit dann beim Rückflug (geplant für das Frühjahr 2025) Platz für die beiden gestrandeten Astronauten geschaffen werden konnte. Am Ende werden es vermutlich rund 10 Monte sein welche Williams und Wilmore auf der Space Station ausharren mussten.
Die ISS-Besatzung arbeitet mit einer extrem strikten Zeitplanung, da jede Verzögerung Auswirkungen auf die Versorgung der Station und die Durchführung geplanter Experimente hat. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert sind“, erklärte Suni Williams in einer kürzlichen Mitteilung. „Wir haben uns gut organisiert, und die Crew auf der ISS unterstützt uns weiterhin hervorragend. Aber natürlich hoffen wir alle, bald wieder nach Hause zu können.“
Die finanziellen und reputativen Folgen
Die finanziellen Folgen dieses Desasters will niemand öffentlich benennen, doch der entstandene Schaden für Boeing ist unbestreitbar enorm. Die Starliner-Mission hätte ein glänzendes Comeback für Boeing in der bemannten Raumfahrt werden sollen, doch stattdessen steht das Unternehmen erneut im Zentrum von Kontroversen und Rückschlägen.
Boeing hatte zu Beginn des 21. Jahrhunderts den Ruf, ein Unternehmen mit zu vielen Ingenieuren zu sein. Dies wurde durch eine Umstrukturierung korrigiert, bei der Ingenieure durch Finanzexperten ersetzt wurden. Doch nach den beiden fatalen Abstürzen der Boeing 737 Max und den damit verbundenen Produktionsproblemen geriet das Starliner-Projekt zu einer weiteren, medialen Katastrophe. Zehntausende Mitarbeiter von Boeing müssen hilflos mitansehen, wie das Unternehmen, das einst für seine Ingenieurskunst gefeiert wurde, zunehmend von finanziellen Interessen und gierigen Managern in den Abgrund gezogen wird.
Damit nicht genug, zwei Mitarbeiter, welche sich kritisch zur Qualitätssicherung in den Boeing Werken geäussert hatten, sind Anfang 2024, auf zumindest eigenartige Weise plötzlich verstorben. Dies hat in den sozialen Medien eine Reihe von Spekulationen ausgelöst.
Boeing im Kampf ums Überleben
Das Starliner-Projekt ist mittlerweile mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar in den roten Zahlen. Boeing ist dringend auf positive Schlagzeilen angewiesen, doch die Aufgabe, das Unternehmen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, ist alles andere als einfach – besonders wenn das Management von Finanzspezialisten geführt wird, die mehr an kurzfristigen Gewinnen interessiert sind als an langfristiger Innovation und Qualität.