Woche vom 31. August bis zum 6. September 2026
Das wichtigste Ereignis der Raumfahrtwoche liegt bereits hinter uns. Das Nancy Grace Roman Space Telescope startete am Sonntag, 30. August 2026, um exakt um 13:26 Uhr MESZ an Bord einer SpaceX Falcon Heavy von Launch Complex 39A im Kennedy Space Center. NASA bestätigt den erfolgreichen Start offiziell.
Der Flug verläuft nach bisherigen Informationen planmässig. Die beiden seitlichen Falcon-Heavy-Booster trennten sich und kehrten anschliessend zur Erde zurück. Beide Booster konnten erfolgreich landen und sollen für eine spätere Wiederverwendung aufbereitet werden. Der zentrale Booster wurde dagegen bei dieser Mission nicht geborgen.
Bereits rund sieben Minuten nach dem Start empfing das Goddard Space Flight Center erste Telemetriedaten des Teleskops. Etwa 31 Minuten nach dem Start trennte sich Roman von der zweiten Stufe der Falcon Heavy und begann seinen eigenständigen Flug.
Damit befindet sich Roman jetzt auf einer etwa dreimonatigen Reise zum sogenannten Sonne-Erde-Lagrangepunkt L2, rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Dort soll das Teleskop in eine Halo-Bahn einschwenken.
Die kommenden Wochen sind für die Mission fast genauso spannend wie der Start selbst. Nach der Trennung von der Falcon Heavy muss das Raumfahrzeug seine Systeme vollständig in Betrieb nehmen, seine Ausrichtung stabilisieren und die grossen Solarpaneele sowie weitere Komponenten für den wissenschaftlichen Betrieb konfigurieren. Anschliessend beginnt die lange Reise nach L2.
Roman ist dabei kein „zweiter Webb“. Seine grosse Stärke liegt vielmehr im riesigen Gesichtsfeld. Das Wide Field Instrument besitzt eine rund 300-Megapixel-Kamera und kann einen Himmelsbereich erfassen, der mehr als 100-mal grösser ist als das Gesichtsfeld von Hubble. Dadurch kann Roman grosse Teile des Universums wesentlich schneller kartieren.
Wissenschaftlich geht es vor allem um drei grosse Fragen: die Natur der Dunklen Energie, die Eigenschaften der Dunklen Materie und die Entstehung und Entwicklung von Galaxien und Planetensystemen. Ausserdem soll Roman mit der Gravitations-Mikrolinsenmethode zahlreiche Exoplaneten aufspüren, darunter auch relativ kleine und weit von ihren Sternen entfernte Welten. Ein weiterer interessanter Punkt ist das Coronagraph Instrument. Es soll demonstrieren, wie sich das extrem helle Licht eines Sterns unterdrücken lässt, um schwache Objekte in seiner unmittelbaren Umgebung sichtbar zu machen. Damit wird Roman auch wichtige Technologien für zukünftige direkte Aufnahmen von Exoplaneten erproben.
Die Mission ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, eine Verlängerung um weitere fünf Jahre ist möglich. Erste wissenschaftlich interessante Bilder werden allerdings nicht unmittelbar nach der Ankunft bei L2 zu sehen sein. Nach dem rund dreimonatigen Transfer folgen die Inbetriebnahme und Kalibrierung der Instrumente. Mit den ersten wissenschaftlichen Ergebnissen ist daher erst später zu rechnen.
Die Erwartungen an das neue Weltraumteleskop sind gewaltig. Was Hubble in einem Jahrhundert beobachten könnte, soll Roman in nur etwa einem Monat schaffen. Mit seinem mehr als 100-mal grösseren Gesichtsfeld wird das Teleskop den Himmel in bisher unerreichter Geschwindigkeit kartieren. Dabei könnte Roman Milliarden von Galaxien erfassen und unser Wissen über die Entstehung und Entwicklung des Universums entscheidend erweitern. Besonders spannend ist die Hoffnung, dass die Beobachtungen neue Erkenntnisse über die rätselhafte Dunkle Energie, die Dunkle Materie und die Entwicklung des Kosmos liefern werden.
Am Montag, 31. August, steht zunächst ein Start von Rocket Lab auf dem Programm. Eine Electron soll von Launch Complex 1 auf der neuseeländischen Mahia Peninsula den japanischen Erdbeobachtungssatelliten StriX für Synspective ins All bringen. Die Mission trägt den Namen „Owl Around The World“ und ist derzeit für 12:05 UTC vorgesehen, also 14:05 Uhr MESZ.
Besonders spannend wird am Dienstag, 1. September, die Internationale Raumstation. NASA-Astronautin Jessica Meir und ESA-Astronautin Sophie Adenot sollen bei der US Spacewalk 99 die ISS verlassen. Die EVA ist für rund sechseinhalb Stunden angesetzt und soll unter anderem Arbeiten an einem Retroreflektor an der Vorderseite der Station umfassen. Beginn ist derzeit für 08:30 EDT vorgesehen, also 14:30 Uhr MESZ.
Am Mittwoch, 2. September, folgt erneut SpaceX. Eine Falcon 9 soll von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien die Mission Starlink Group 15-23 starten. Der derzeitige Starttermin liegt bei 07:46 UTC, also 09:46 Uhr MESZ. An Bord befinden sich 27 Starlink-Satelliten.
Auch für Donnerstag und Freitag sind weitere Starts beziehungsweise Startfenster vorgesehen. Für den indischen GSLV-F17 mit dem Erdbeobachtungssatelliten EOS-05 beziehungsweise GISAT-2 wird derzeit der 3./4. September genannt. Die Angaben sind allerdings noch nicht völlig konsistent – hier würde ich deshalb noch von einem vorläufigen Termin sprechen.
Zum Wochenende hin steht wieder SpaceX im Mittelpunkt. Die Falcon 9 soll am 6. September von Vandenberg mit weiteren 27 Starlink-Satelliten starten. Der derzeitige Termin liegt bei 10:59 UTC beziehungsweise 12:59 Uhr MESZ.
Damit zeichnet sich für die Woche ein gewohnt dichtes Startprogramm ab: Rocket Lab am Montag, die ISS-Aussenbordaktivität am Dienstag, SpaceX am Mittwoch und erneut SpaceX am Sonntag. Dazu kommen weitere, teilweise noch nicht endgültig bestätigte Starts. Die Termine können sich bei den meisten Missionen kurzfristig verschieben.
Woche vom 24. bis zum 30. August 2026
Die letzte Augustwoche verspricht eine besonders abwechslungsreiche Woche für die Raumfahrt zu werden. Gleich mehrere bedeutende Missionen stehen auf dem Programm: China will seine nächste grosse Mondmission starten, auf der Internationalen Raumstation werden die unterbrochenen Aussenbordarbeiten fortgesetzt, Europa bereitet den nächsten Ariane-6-Start vor und zum Abschluss der Woche soll mit dem Nancy Grace Roman Space Telescope eines der wichtigsten neuen astronomischen Observatorien der NASA ins All gebracht werden. Hinzu kommt eine markante partielle Mondfinsternis.
Zum Wochenauftakt richtet sich der Blick zunächst nach China. Am 24. August ist der Start der Mondmission Chang’e 7 mit einer Schwerlastrakete des Typs Long March 5 vom Weltraumbahnhof Wenchang vorgesehen. Die Mission ist Teil des langfristig angelegten chinesischen Mondprogramms und soll die Südpolregion des Mondes untersuchen. Gerade diese Region gilt wegen der vermuteten Wassereisvorkommen in dauerhaft beschatteten Kratern als besonders interessant. Chang’e 7 besteht aus einem Orbiter, einem Lander und einem Rover sowie einer kleinen, hüpfenden Sonde, die auch schwer zugängliche Bereiche untersuchen soll. Die Mission ist damit zugleich ein weiterer Schritt auf Chinas Weg zu einer langfristigen Präsenz auf dem Mond.
Am 25. August geht es auf der Internationalen Raumstation wieder nach draussen. NASA-Astronaut Anil Menon und ESA-Astronautin Sophie Adenot sollen ihren bereits am 18. August begonnenen Weltraumausstieg fortsetzen. Bei ihrem ersten Einsatz hatten die beiden eine defekte Space-to-Ground-Antenne demontiert. Da die Arbeiten länger dauerten als geplant, konnte die neue Antenne damals nicht mehr installiert werden. Nun soll diese Aufgabe abgeschlossen werden. Zusätzlich stehen Arbeiten an elektrischen und Datenleitungen sowie an weiteren Systemen der Station auf dem Programm. Für Sophie Adenot ist der Einsatz besonders bemerkenswert, nachdem sie erst wenige Tage zuvor als erste Französin einen Weltraumausstieg absolviert hatte.
Währenddessen laufen in Französisch-Guayana die letzten Vorbereitungen für einen wichtigen europäischen Start. Am 27. August soll eine Ariane 6 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou abheben. Zum Einsatz kommt die Version Ariane 62 mit zwei Feststoffboostern. An Bord befindet sich MTG-I2, der zweite Imaging-Satellit der dritten Generation des europäischen Meteosat-Wettersatellitensystems. Der Satellit soll später aus einer geostationären Umlaufbahn die Wetterentwicklung über Europa, Afrika und dem Atlantik beobachten. Mit seinen modernen Instrumenten wird er eine deutlich höhere räumliche und zeitliche Auflösung ermöglichen und damit insbesondere bei der Erkennung und Verfolgung schwerer Wetterereignisse wichtige Daten liefern. Für die Ariane 6 ist die Mission ebenfalls von Bedeutung, da sie erneut ihre Einsatzfähigkeit für anspruchsvolle Nutzlasten unter Beweis stellen muss.
In derselben Woche erwartet Himmelsbeobachter ein besonderes Ereignis. In der Nacht vom 27. auf den 28. August kommt es zu einer tiefen partiellen Mondfinsternis. Dabei werden rund 96 Prozent der Mondoberfläche vom Kernschatten der Erde bedeckt. Die Finsternis ist unter anderem in Europa sichtbar und erreicht ihren Höhepunkt in den frühen Morgenstunden des 28. August. Auch von der Schweiz aus bestehen grundsätzlich Beobachtungsmöglichkeiten, allerdings steht der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits relativ tief am Himmel.
Den eigentlichen Höhepunkt der Woche bildet der Start des Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA. Das neue Weltraumteleskop soll am 30. August mit einer SpaceX Falcon Heavy vom Kennedy Space Center in Florida gestartet werden. Roman gehört zu den wichtigsten astronomischen Missionen der NASA für die kommenden Jahre und soll unter anderem der Frage nachgehen, warum sich die Expansion des Universums beschleunigt. Dazu wird das Teleskop die Entwicklung von Galaxien und die Verteilung der Dunklen Materie untersuchen. Gleichzeitig wird es bei der Suche nach Exoplaneten eine wichtige Rolle spielen.
Eine der grossen Stärken des Roman Space Telescope ist sein enormes Gesichtsfeld. Während Hubble mit seiner aussergewöhnlich hohen Auflösung vor allem für detaillierte Untersuchungen vergleichsweise kleiner Himmelsbereiche bekannt ist, kann Roman wesentlich grössere Teile des Himmels gleichzeitig erfassen. Dadurch soll innerhalb weniger Jahre eine gewaltige Datenmenge über Galaxien, Sterne und Planetensysteme entstehen. Nach dem Start wird Roman nicht in einer niedrigen Erdumlaufbahn arbeiten, sondern in Richtung des zweiten Lagrange-Punktes L2 fliegen, rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Was das Nancy Grace Roman Space Telescope in einem Monat beobachten kann, würde mit Hubble 100 Jahre in Anspruch nehmen.
Der Start auf einer Falcon Heavy ist dabei selbst ein bemerkenswertes Ereignis. Die Schwerlastrakete besteht aus drei miteinander verbundenen Falcon-9-Erststufen und kommt inzwischen deutlich seltener zum Einsatz als die Falcon 9. Für die Mission ist erneut eine Bergung der verwendeten Booster vorgesehen. Damit zeigt sich einmal mehr, wie sehr die Wiederverwendbarkeit inzwischen auch bei anspruchsvollen wissenschaftlichen Missionen zum festen Bestandteil der amerikanischen Startstrategie geworden ist.
Auch abseits der grossen Missionen bleibt SpaceX in dieser Woche aktiv. Nach dem bereits sehr hohen Starttempo der vergangenen Monate dürfte die Falcon-9-Startkadenz weiter auf hohem Niveau bleiben. Erst am 21. August hatte SpaceX 29 weitere Starlink-Satelliten ins All gebracht. Der verwendete Booster absolvierte dabei bereits seinen 30. Start und seine 30. Landung. SpaceX hat damit eine Startfrequenz erreicht, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre.
Beim Starship-Programm dürfte es dagegen in dieser Woche ruhiger bleiben. Nach den bisherigen Testflügen und den laufenden Arbeiten an der nächsten Starship-Generation ist derzeit kein bestätigter Starttermin für die Woche vom 24. bis 30. August vorgesehen. Angesichts der hohen Entwicklungsdynamik bei SpaceX kann sich dieser Zeitplan allerdings kurzfristig ändern.
Woche vom 17. bis zum 23. August 2026
Die Woche vom 17. bis 23. August 2026 war in der Raumfahrt ausgesprochen ereignisreich. SpaceX demonstrierte mit dem 100. Orbitalstart des Jahres einmal mehr seine enorme Startkadenz und den inzwischen routinierten Einsatz wiederverwendbarer Falcon-9-Stufen. China machte mit der erfolgreichen Landung der Zhuque-3 einen wichtigen Schritt in Richtung kommerziell nutzbarer Wiederverwendbarkeit. Und auf der ISS zeigte Sophie Adenot mit ihrem ersten Aussenbordeinsatz, dass auch die europäische bemannte Raumfahrt weiterhin wichtige Meilensteine erreicht. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass sich der weltweite Wettlauf um wiederverwendbare Raketen von einem Duell zwischen wenigen Unternehmen zu einem internationalen Wettbewerb entwickelt.
Am 18. August sorgte zunächst die Internationale Raumstation für Schlagzeilen. Die NASA-Astronauten Anil Menon und die ESA-Astronautin Sophie Adenot verliessen die ISS zu einem rund sechseinhalbstündigen Aussenbordeinsatz. Für Adenot war es der erste Spacewalk – und damit schrieb sie Geschichte: Sie wurde zur ersten Französin, die einen Weltraumausstieg absolvierte. Die beiden Astronauten sollten eine defekte Space-to-Ground-Antenne ausbauen und durch eine neue ersetzen. Der Ausbau gelang, doch die Arbeiten an den elektrischen Leitungen und Befestigungen dauerten wesentlich länger als erwartet. Deshalb reichte die Zeit nicht mehr für den Einbau der neuen Antenne. Die ISS verfügt allerdings weiterhin über eine funktionsfähige zweite Antenne. Die Fortsetzung der Arbeiten ist für den 25. August vorgesehen. 
Fast zeitgleich demonstrierte China eindrucksvoll, dass die Wiederverwendbarkeit von Raketen längst nicht mehr ausschliesslich eine Domäne von SpaceX ist. Am 18./19. August startete das private chinesische Unternehmen LandSpace seine Zhuque-3 zu ihrem zweiten Flug. Der eigentliche Durchbruch kam nach dem Erreichen des Orbits: Die erste Stufe kehrte zur Erde zurück und landete senkrecht auf einem Landefeld. Damit gelang erstmals einem chinesischen privaten Raumfahrtunternehmen die kontrollierte Landung einer orbitalen Raketenstufe. Der erste Flug der Zhuque-3 im Dezember 2025 war noch an der Landung gescheitert. Die Rakete verwendet Methan und Flüssigsauerstoff und bewegt sich damit technologisch in einer ähnlichen Richtung wie SpaceX mit Starship und Blue Origin mit New Glenn.
Für SpaceX war die Woche ebenfalls ein Meilenstein. Am 18. August startete von Vandenberg in Kalifornien erneut eine Falcon 9 mit 24 Starlink-Satelliten. Mit diesem Flug überschritt SpaceX die Marke von 11.000 Starlink-Satelliten im niedrigen Erdorbit. Bereits am folgenden Tag, dem 19. August, wurde ein noch wichtigerer Rekord erreicht: Die Falcon 9 absolvierte den 100. orbitalen Start von SpaceX im Jahr 2026. Damit hat das Unternehmen bereits im August die Marke von 100 Orbitalmissionen erreicht – zum dritten Mal in Folge. Der verwendete Booster landete nach rund achteinhalb Minuten erneut erfolgreich auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“.
Und SpaceX legte weiter nach. Am 21. August startete eine weitere Falcon 9 von Cape Canaveral mit 29 Starlink-Satelliten. Auch hier gelang die Landung der ersten Stufe auf dem Drohnenschiff „A Shortfall of Gravitas“. Der Booster B1078 absolvierte damit bereits seinen 30. erfolgreichen Start und seine 30. Landung. Insgesamt war dies der 98. Falcon-9-Start von SpaceX im Jahr 2026 und bereits die 75. speziell für Starlink durchgeführte Mission.
Bemerkenswert ist dabei auch die Entwicklung der Starlink-Konstellation selbst. Mit den jüngsten Missionen nähert sich die Zahl der tatsächlich betriebenen Satelliten der Marke von 11.000. Ein grosser Teil der diesjährigen Falcon-9-Starts dient inzwischen ausschliesslich dem weiteren Ausbau dieses Netzes. SpaceX hat damit eine Startkadenz erreicht, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre.
Auch bei Rocket Lab gab es am 20. August einen erfolgreichen Start. Eine Electron brachte den japanischen Erdbeobachtungssatelliten SUSANOO-II des Unternehmens iQPS in eine rund 575 Kilometer hohe Umlaufbahn. Der Satellit gehört zu einer geplanten Konstellation von 36 SAR-Satelliten, die hochauflösende Erdbeobachtungen unabhängig von Tageszeit und Wetter ermöglichen sollen. Für Rocket Lab war es bereits die 14. Electron-Mission des Jahres und der 93. Electron-Flug insgesamt.
Politisch besonders interessant war eine Entscheidung der US-Regierung vom 20. August. Präsident Donald Trump unterzeichnete eine neue nationale Strategie für den Weltraumtransport. Ziel ist es, die amerikanische Startinfrastruktur so weit auszubauen, dass bis 2030 mehr als 1.000 Raketenstarts pro Jahr möglich werden. Dazu sollen neue Start- und Wiedereintrittsplätze geschaffen, Genehmigungsverfahren beschleunigt und Raumfahrtaktivitäten stärker in das bestehende Luftverkehrssystem integriert werden. Die Strategie setzt dabei ausdrücklich auf eine enge Zusammenarbeit mit kommerziellen Raumfahrtunternehmen.
Bei Blue Origin ging es dagegen weniger um einen unmittelbar bevorstehenden Start als um den langfristigen Ausbau der Infrastruktur. Das Unternehmen plant am Launch Complex 36 in Cape Canaveral einen zweiten Startplatz, LC-36B. Dieser soll für die grössere Version der New Glenn, die New Glenn 9x4, vorbereitet werden. Gleichzeitig laufen am bisherigen Startplatz LC-36A weiterhin Reparaturarbeiten nach der Explosion während eines Static-Fire-Tests im Mai. Blue Origin hofft trotzdem, von LC-36A noch vor Ende 2026 wieder starten zu können.
Eine weniger erfreuliche Nachricht kam von der NASA: Der Versuch, das alternde Swift-Weltraumteleskop mit einem Servicemissionsfahrzeug vor dem Absturz zu bewahren, wurde am 21. August aufgegeben. Das im Juli gestartete LINK-Raumfahrzeug sollte sich Swift nähern und dessen Umlaufbahn anheben. Probleme mit dem Lagekontrollsystem verhinderten jedoch die dafür erforderlichen Manöver. NASA will LINK nun trotzdem für Tests von Technologien zur Annäherung und zum Servicing von Satelliten einsetzen. Swift selbst dürfte aufgrund seines sinkenden Orbits noch 2026 in die Erdatmosphäre eintreten.
Auch wissenschaftlich gab es interessante Neuigkeiten. Neue Auswertungen von Hubble- und Gaia-Daten zeigen detaillierter, wie unsere Milchstrasse in ihrer Frühgeschichte durch die Verschmelzung mit kleineren Galaxien gewachsen ist. Die neuen Ergebnisse helfen dabei, die Entstehung der heutigen Struktur unserer Galaxie besser zu verstehen.
Für Europa war die Woche dagegen eher eine Vorbereitungsphase. Besonders interessant ist der Blick auf den kommenden Ariane-6-Start: Der nächste Flug ist derzeit für den 27. August von Kourou vorgesehen. Eine Ariane 62 mit zwei P120C-Feststoffboostern soll den Wettersatelliten Meteosat Third Generation-Imager 2 (MTG-I2) ins All bringen. Damit steht bereits in der kommenden Woche der nächste wichtige europäische Start an.
Woche vom 10. bis zum 16. August 2026
Diese Woche wartet eine interessante Mischung aus kommerziellen Raketenstarts, chinesischen Wiederverwendungsversuchen, wissenschaftlicher Forschung, einem ISS-Aussenbordeinsatz und der totalen Sonnenfinsternis auf die Raumfahrt-Interessierten. Während SpaceX mit Falcon 9 inzwischen fast schon routinemässig Satelliten in den Orbit bringt, versuchen LandSpace und andere chinesische Anbieter, bei der Wiederverwendbarkeit aufzuschliessen. Gleichzeitig laufen auf der ISS wichtige Wartungsarbeiten, und die Sonnenfinsternis bietet Wissenschaftlern eine seltene Gelegenheit, sowohl die Sonne als auch die Erdatmosphäre unter aussergewöhnlichen Bedingungen zu untersuchen.
Gleich zu Beginn steht am 10. August in China ein besonders interessanter Startversuch an. LandSpace will mit der Zhuque-3 zum zweiten Mal versuchen, eine teilweise wiederverwendbare Methanrakete in den Orbit zu bringen und anschliessend die erste Stufe kontrolliert zu landen. Beim ersten Flug im Dezember 2025 hatte die Rakete zwar den Orbit erreicht, die Landung der ersten Stufe war jedoch nicht gelungen. Gelingt der zweite Versuch, wäre dies ein weiterer wichtiger Schritt für Chinas kommerzielle Raumfahrt und den Aufbau wiederverwendbarer Trägersysteme.
Auch SpaceX sorgt zu Wochenbeginn für Bewegung. Am 10. August ist von Cape Canaveral ein weiterer Falcon-9-Start mit Starlink-Satelliten vorgesehen. Bereits am folgenden Tag soll von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien eine weitere Falcon 9 mit Starlink-Satelliten starten. Die beiden Missionen sind ein gutes Beispiel für die inzwischen aussergewöhnlich hohe Startkadenz von SpaceX, mit der das Unternehmen seine Starlink-Konstellation kontinuierlich erweitert. Wie immer bei den aktuellen Startplänen sind kurzfristige Verschiebungen aufgrund von Wetter oder technischen Problemen möglich.
Der 12. August steht dann ganz im Zeichen eines astronomischen Grossereignisses: Eine totale Sonnenfinsternis zieht über Teile der nördlichen Hemisphäre. Der Kernschatten des Mondes überquert unter anderem Grönland, Island und Spanien. In der Schweiz ist die Finsternis nicht total, sondern lediglich partiell zu beobachten. Für die Raumfahrtwissenschaft ist das Ereignis dennoch von grossem Interesse. NASA nutzt die Sonnenfinsternis für verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen. Unter anderem sollen Höhenforschungsflugzeuge des Typs WB-57 den Mondschatten verfolgen und dabei die Sonnenkorona untersuchen. Zusätzlich kommen wissenschaftliche Ballons zum Einsatz, mit denen die Auswirkungen der plötzlichen Verdunkelung auf die Erdatmosphäre untersucht werden sollen.
Am 13. August richtet sich der Blick wieder zur Internationalen Raumstation ISS. Dort ist ein weiterer US-amerikanischer Aussenbordeinsatz vorgesehen. Zwei NASA-Astronauten sollen eine Kommunikationsantenne an der Station austauschen. Der Einsatz ist Teil einer Serie von Spacewalks, mit denen die ISS technisch weiter modernisiert und für ihren weiteren Betrieb vorbereitet wird. Dabei geht es unter anderem auch um die Installation und Vorbereitung zusätzlicher Solarstromsysteme.
Zum Wochenende folgt eine interessante wissenschaftliche Mission von Rocket Lab. Am 15. August soll eine Electron-Rakete von Neuseeland aus den NASA-Satelliten Aspera ins All bringen. Der kleine Forschungssatellit ist mit einem Ultraviolett-Teleskop ausgerüstet und soll heisses Gas im intergalaktischen Raum untersuchen. Die Mission soll dabei helfen, besser zu verstehen, wie Materie zwischen den Galaxien verteilt ist und welche Rolle dieses heisse Gas bei der Entwicklung von Galaxien und der Entstehung von Sternen spielt.
Für SpaceX-Beobachter dürfte darüber hinaus die Vorbereitung auf den nächsten Starship-Flug interessant bleiben. Nach Flight 13 im Juli arbeitet SpaceX bereits intensiv am nächsten Testflug. Starship Flight 14 wird derzeit für die zweite Augusthälfte erwartet. Besonders spannend ist die geplante Änderung des Flugprofils: SpaceX wird vermutlich versuchen, die Starship-Oberstufe nach dem Wiedereintritt wieder am Startturm in Boca Chica aufzufangen. Gleichzeitig sollen erstmals die deutlich grösseren V3-Starlink-Satelliten eingesetzt werden. Damit könnte Flight 14 einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem vollständig wiederverwendbaren Starship-System darstellen. Weiter dürfen nun Starts im Monatstakt geplant und bereits im nächsten Jahr sind wöchentliche Starts zu erwarten.
Woche vom 27. Juli bis zum 2. August 2026
Kaum ist der erfolgreiche 13. Testflug des Starship abgeschlossen, richtet sich der Blick der Raumfahrtwelt bereits auf die nächsten Meilensteine. Während Ingenieure bei SpaceX die während des Fluges gesammelten Daten auswerten, gilt der Test bereits jetzt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollständigen Wiederverwendbarkeit der weltweit grössten Rakete. Erstmals konnten während des Fluges Starlink-Satelliten ausgesetzt werden, ein entscheidender Nachweis dafür, dass das Starship künftig nicht nur als Testfahrzeug, sondern auch als operativer Satellitentransporter eingesetzt werden kann.
Das im Indischen Ozean gelandete Starship schwimmt noch und wird derzeit geborgen. Spannend wird sein, was anschliessend mit dem Raumschiff geschieht. Es wird spekuliert, dass es letztlich im sogenannten „Rocket Garden“ in Boca Chica ausgestellt wird.
Parallel dazu hält SpaceX sein beinahe atemberaubendes Starttempo mit der Falcon 9 aufrecht. Innerhalb weniger Tage wurde erneut eine Gruppe von 24 Starlink-Satelliten erfolgreich in den Orbit gebracht. Das weltumspannende Internetnetz wächst damit kontinuierlich weiter und umfasst inzwischen mehr als 10'800 aktive Satelliten. Kaum ein anderes Raumfahrtunternehmen prägt das aktuelle Geschehen derzeit so stark wie SpaceX.
Auch bei der NASA laufen die Vorbereitungen für die Rückkehr des Menschen zum Mond mit Hochdruck weiter. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten an den Landefahrzeugen für das Artemis-Programm sowie die Auswertung der Vorbereitungen für Artemis II, den ersten bemannten Mondflug seit über fünf Jahrzehnten. Parallel dazu entstehen die Systeme und Infrastrukturen, die in den kommenden Jahren eine dauerhafte menschliche Präsenz auf und um den Mond ermöglichen sollen.
Auch die erste Augustwoche verspricht ein dichtes Programm. Bereits am 4. August plant SpaceX den nächsten Falcon-9-Start von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Erneut sollen Starlink-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn transportiert werden, während die erste Raketenstufe nach ihrem Einsatz auf einem autonomen Bergungsschiff im Pazifik landen soll, ein inzwischen fast routinemässiger Vorgang, der vor wenigen Jahren noch als technische Sensation galt.
Für besonderes Interesse sorgt in diesen Tagen jedoch ein ungewöhnliches Ereignis: Am 5. August wird eine Oberstufe einer Falcon-9-Rakete, die nach einer Mondmission im Jahr 2025 im Weltraum verblieben ist, kontrolliert unkontrolliert – also ohne aktive Steuerung – auf der Mondoberfläche einschlagen. Der Aufprall erfolgt mit einer Geschwindigkeit von rund 2,4 Kilometern pro Sekunde im Einstein-Krater. Wissenschaftler möchten den dabei entstehenden Staubauswurf mit Teleskopen beobachten, um neue Erkenntnisse über Einschlagsprozesse auf dem Mond zu gewinnen. Für die Erde oder künftige Mondmissionen besteht dabei keinerlei Gefahr.
Daneben laufen weltweit zahlreiche Vorbereitungen für weitere Missionen. Kommerzielle Betreiber setzen den Ausbau ihrer Kommunikations- und Erdbeobachtungssysteme fort, während China die letzten Arbeiten an seiner nächsten grossen Mondmission Chang'e 7 abschliesst. Die Mission soll im weiteren Verlauf des Monats starten und den Südpol des Mondes mit einem Orbiter, einem Lander, einem Rover sowie einer kleinen fliegenden Sonde untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Wassereis – einer der wichtigsten Rohstoffe für zukünftige bemannte Mondstationen.
An Bord der Internationalen Raumstation ISS verläuft die Woche dagegen vergleichsweise ruhig. Die internationale Besatzung widmet sich einer Vielzahl wissenschaftlicher Experimente in den Bereichen Medizin, Materialwissenschaften und Biologie sowie der routinemässigen Wartung der Station. Grössere Versorgungsflüge oder ein Besatzungswechsel sind in dieser Woche nicht vorgesehen.
Woche vom 27. Juli bis zum 2. August 2026
Nach dem spektakulären und weitgehend erfolgreichen 13. Testflug des Starship am vergangenen Freitag bleibt das Tempo in der Raumfahrt auch diese Woche unverändert hoch. Insgesamt dürfen wir in der kommenden Woche mit rund fünf orbitalen Starts rechnen, davon drei Falcon-9-Missionen von SpaceX, zwei chinesischen Raketenstarts sowie möglicherweise einem Electron-Flug von Rocket Lab. Damit bleibt der Sommer 2026 eine der aktivsten Phasen der Raumfahrtgeschichte.
Rechts ein sensationelles Bild welches von einem Starlink-Satelliten aus gemacht wurde.
Es zeigt das Starship Nr. 20, am 24. Juli, Live im Erdorbit.
Den Auftakt macht voraussichtlich am 28. beziehungsweise 29. Juli – abhängig von der jeweiligen Zeitzone – eine weitere Starlink-Mission von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Die Falcon 9 wird mit der Mission Starlink 17-52 erneut rund zwei Dutzend Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn transportieren und damit den kontinuierlichen Ausbau des weltweiten Internetnetzes vorantreiben. Wie inzwischen beinahe selbstverständlich geworden ist, wird die erste Raketenstufe nach ihrem Einsatz auf dem autonomen Landeschiff „Of Course I Still Love You“ im Pazifik landen und für einen weiteren Flug vorbereitet werden.
Kaum ist diese Mission abgeschlossen, richtet sich der Blick bereits nach Florida. Von der Cape Canaveral Space Force Station soll am 30. Juli die Mission NROL-95 für das amerikanische National Reconnaissance Office (NRO) starten. Über die Nutzlast hüllt sich die US-Regierung traditionell in Schweigen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass erneut ein hochmoderner Aufklärungssatellit in den Orbit gebracht wird. Auch bei dieser Mission plant SpaceX, die Erststufe nach dem Start sicher zur Erde zurückzubringen. Sie soll auf einer Landezone in Florida aufsetzen und damit einen weiteren Beitrag zur beeindruckenden Wiederverwendungsstatistik des Unternehmens leisten.
Bereits am 1. August folgt die nächste Falcon-9-Mission. Mit Starlink 17-53 setzt SpaceX den Ausbau seines Satellitennetzwerks ohne Unterbruch fort. Das Unternehmen bewegt sich damit weiterhin auf Rekordkurs und dürfte im laufenden Jahr bereits deutlich mehr als 80 Orbitalstarts absolviert haben – eine Zahl, die vor wenigen Jahren noch für sämtliche Raumfahrtnationen zusammen kaum erreichbar gewesen wäre. Die hohe Zuverlässigkeit der Falcon 9 und die konsequente Wiederverwendung der Raketenstufen machen dieses aussergewöhnliche Starttempo überhaupt erst möglich.
Auch China bleibt seinem ehrgeizigen Raumfahrtprogramm treu. Für den 29. Juli ist vom Raumfahrtzentrum Wenchang der Start einer Langer-Marsch-7A-Rakete vorgesehen. Offiziell wurde die Nutzlast bisher nicht bekanntgegeben. Experten vermuten jedoch, dass erneut ein Kommunikations- oder Regierungssatellit in die Umlaufbahn gebracht werden soll. Bereits einen Tag später könnte vom Startplatz Taiyuan eine weitere Mission folgen. Dort steht eine Langer Marsch 6A bereit, deren Nutzlast ebenfalls noch unter Verschluss gehalten wird. China setzt damit seinen nahezu wöchentlichen Startbetrieb konsequent fort und baut sowohl staatliche als auch kommerzielle Satellitenprogramme mit hoher Geschwindigkeit aus. Parallel dazu bereitet Rocket Lab weitere Missionen seiner bewährten Electron-Rakete vor. Unter ihnen befindet sich die Mission „LOXSAT-1“ sowie mehrere kommerzielle Starts vom Raumfahrtzentrum Mahia auf Neuseeland. Für diese Flüge wurden bislang allerdings noch keine endgültigen Starttermine veröffentlicht. Da Rocket Lab seine Startkampagnen häufig kurzfristig an Wetter- und technische Bedingungen anpasst, sind Terminverschiebungen jederzeit möglich.
Mindestens ebenso spannend wie die anstehenden Starts dürfte in dieser Woche jedoch die Auswertung des jüngsten Starship-Testfluges sein. Nach dem erfolgreichen Flug 13 haben die Ingenieurinnen und Ingenieure von SpaceX inzwischen damit begonnen, die enorme Menge an Telemetriedaten auszuwerten. Besonderes Augenmerk gilt dabei den erstmals eingesetzten Starlink-V3-Demonstrationssatelliten sowie dem Verhalten der neuen Starship-V3-Oberstufe während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre. Die Erkenntnisse aus dieser Analyse werden entscheidend dafür sein, welche Anpassungen bis zum bereits erwarteten Flug 14 vorgenommen werden. Ein konkreter Starttermin wurde allerdings noch nicht bekanntgegeben. Auch abseits der aktuellen Startkampagnen laufen weltweit zahlreiche Vorbereitungen für die kommenden Monate. Bei Amazon schreiten die Arbeiten an weiteren Kuiper-Missionen voran, Europa bereitet die nächsten Flüge der Ariane 6 vor, und Blue Origin arbeitet intensiv an den nächsten Einsätzen seiner New-Glenn-Rakete. Der internationale Wettbewerb um kommerzielle Satellitenstarts gewinnt damit weiter an Dynamik und sorgt für eine stetig steigende Zahl von Missionen.
Woche vom 20. bis 26. Juli 2026
Die Woche vom 20. bis zum 26. Juli verspricht eine aussergewöhnlich hohe Aktivität in der internationalen Raumfahrt. Im Mittelpunkt steht einmal mehr SpaceX, das gleich mehrere Falcon-9-Missionen sowie den mit Spannung erwarteten 13. Testflug des Starship vorbereitet. Daneben plant auch China eine Reihe von Raketenstarts, sodass insgesamt bis zu acht Orbitalmissionen stattfinden könnten.
Den Auftakt macht am 20. Juli ein weiterer Falcon-9-Start von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Wie bereits bei zahlreichen Missionen zuvor bringt die Rakete eine weitere Gruppe von Starlink-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. SpaceX baut sein weltweites Satellitennetz damit in einem beeindruckenden Tempo weiter aus und startet inzwischen nahezu im Drei-Tage-Rhythmus. Mit inzwischen mehreren tausend aktiven Satelliten ist Starlink das mit Abstand grösste Satellitennetz der Welt und versorgt immer mehr Regionen mit Breitband-Internet.
Die grösste Aufmerksamkeit gilt jedoch dem Starship. Nachdem SpaceX den geplanten Start des 13. Testfluges am 16. Juli nur wenige Sekunden vor dem Abheben abbrechen musste, laufen in Starbase intensive Vorbereitungen für einen neuen Startversuch. Kurz vor dem geplanten Zündzeitpunkt hatten mehrere Raptor-Triebwerke des Super-Heavy-Boosters nicht ordnungsgemäss gezündet, worauf das automatische Sicherheitssystem den Countdown stoppte. Die Ingenieure untersuchten anschliessend sämtliche Triebwerke und nahmen kleinere Anpassungen vor. Der neue Starttermin wird derzeit für den 24. Juli um 00:45 (MESZ) angestrebt, wobei kurzfristige Verschiebungen jederzeit möglich bleiben.
Dieser Flug besitzt eine besondere Bedeutung. Erstmals sollen 20 Starlink-V3-Demonstrationssatelliten aus dem Starship ausgesetzt werden. Zwar werden diese Satelliten keinen stabilen Orbit erreichen und nach Abschluss der Tests wieder in die Erdatmosphäre eintreten, doch dient die Mission dazu, das neue Aussetzsystem sowie die Laserkommunikation zwischen den Satelliten unter realen Bedingungen zu erproben. Gleichzeitig soll das Starship erneut wichtige Daten über das Verhalten des Hitzeschutzschildes, die Steuerung während des Wiedereintritts sowie die Leistungsfähigkeit der weiterentwickelten Raptor-Triebwerke liefern. Ein erfolgreicher Flug würde einen weiteren bedeutenden Schritt auf dem Weg zum kommerziellen Einsatz des Starship darstellen.
Auch die Falcon-9-Flotte bleibt in dieser Woche stark ausgelastet. Von Cape Canaveral soll die Mission „Mission Robotic Vehicle 1“ für Northrop Grumman starten. Das neu entwickelte Raumfahrzeug soll künftig Satelliten im geostationären Orbit warten, versetzen oder mit zusätzlichen Antriebsmodulen ausrüsten. Damit könnten Kommunikationssatelliten deutlich länger betrieben werden, ohne dass teure Ersatzsatelliten gestartet werden müssen. Die Mission gilt deshalb als wichtiger Meilenstein für die zukünftige satellitengestützte Infrastruktur im All.
Parallel dazu setzt China seine beeindruckende Startkadenz fort. Das private Raumfahrtunternehmen Orienspace plant den nächsten Einsatz seiner leistungsstarken Gravity-1-Rakete von einer schwimmenden Startplattform im Gelben Meer. Wenige Tage später soll eine Long March 3B starten, deren Nutzlast offiziell noch nicht bekanntgegeben wurde. Beobachter gehen davon aus, dass es sich um einen Kommunikations- oder militärischen Satelliten handeln dürfte. Gegen Ende der Woche sind ausserdem weitere chinesische Starts mit einer Kinetica-1 sowie einer Long March 8A vorgesehen. Damit unterstreicht China erneut seinen Anspruch, die Zahl seiner jährlichen Raketenstarts weiter deutlich zu erhöhen und seine kommerzielle Raumfahrtindustrie konsequent auszubauen.
SpaceX dürfte die Woche schliesslich mit einem weiteren Falcon-9-Starlink-Start abschliessen. Sollte der aktuelle Zeitplan eingehalten werden, könnte das Unternehmen innerhalb weniger Tage erneut drei bis vier Raketen erfolgreich ins All bringen. Kaum ein anderes Raumfahrtunternehmen erreicht derzeit eine vergleichbare Startfrequenz.
Abseits der Raketenstarts laufen auch zahlreiche Vorbereitungen für zukünftige Grossprojekte. Die NASA arbeitet weiterhin an der Integration der Hardware für die Artemis-III-Mondmission und bereitet gleichzeitig die nachfolgenden Artemis-Flüge vor. Obwohl diese Arbeiten kaum öffentlich wahrgenommen werden, bilden sie die Grundlage für die geplante Rückkehr von Astronautinnen und Astronauten auf die Mondoberfläche in den kommenden Jahren.
Woche vom 13. bis 19. Juli 2026
Aktuell: SpaceX musste den für den 16. Juli geplanten 13. Testflug seines Starship-Systems unmittelbar vor dem Start abbrechen. Wenige Sekunden vor der Zündung aller 33 Raptor-Triebwerke des Super-Heavy-Boosters erkannte das automatische Startsystem, dass mehrere Triebwerke nicht ordnungsgemäss zündeten, und leitete einen sicheren Startabbruch ein.
Starship
Den Auftakt macht am 13. Juli eine Falcon-9-Rakete von SpaceX, die von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien startet. An Bord befinden sich weitere Starlink-Satelliten, die das globale Breitbandnetz des Unternehmens erweitern sollen. Wie inzwischen nahezu üblich, wird die erste Raketenstufe nach der Trennung kontrolliert zur Erde zurückkehren und auf einem autonomen Bergungsschiff im Pazifik landen. Die Wiederverwendung dieser Booster hat sich in den vergangenen Jahren als entscheidender Faktor für die deutliche Senkung der Startkosten erwiesen und ermöglicht die hohe Startfrequenz von SpaceX. Das Highlight in der Woche ist der geplante, zweite Testflug des Start des Starship V3 (IFT 13) am 16. Juli.
Wiederverwendbare Trägersysteme entwickeln sich zunehmend zum technischen Standard. Während SpaceX diese Technologie bei der Falcon 9 inzwischen routinemässig einsetzt und mit Starship an der nächsten Generation arbeitet, hat China nun einen wichtigen eigenen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig sorgen die regelmässigen Flüge zur ISS und der kontinuierliche Ausbau weltweiter Satellitennetze dafür, dass der niedrige Erdorbit stärker genutzt wird als jemals zuvor.
Bereits einen Tag später, am 14. Juli, folgt der Start der russischen Sojus-MS-29-Mission zur Internationalen Raumstation. Die Besatzung besteht aus den Roskosmos-Kosmonauten Pjotr Dubrow und Anna Kikina sowie dem NASA-Astronauten Anil Menon. Nach dem automatischen Andocken beginnt für die drei Raumfahrer ein mehrmonatiger Aufenthalt an Bord der ISS, bei dem wissenschaftliche Experimente in den Bereichen Materialforschung, Medizin und Biologie sowie Wartungsarbeiten auf dem Programm stehen. Parallel dazu ist für denselben Tag ein weiterer Falcon-9-Start mit Starlink-Satelliten von Cape Canaveral in Florida vorgesehen.
Ein weiterer Höhepunkt der Woche ist der 13. Testflug des Starship-Systems (IFT-13), der von SpaceX am Standort Starbase in Texas vorbereitet wird und für den 16. Juli geplant ist. Zum Einsatz kommen erstmals der neue Booster 20 sowie das Oberstufenraumschiff Ship 40 – beide gehören zur weiterentwickelten „Block 3"-Version von Starship. Hintergrund der Mission ist der vorangegangene Testflug IFT-12 vom 22. Mai 2026: Dabei erreichte zwar erstmals ein Fahrzeug der neuen Version 3 den Weltraum, doch es kam zu Problemen – das Raumschiff „Ship 39" fiel durch einen Triebwerksausfall beim Aufstieg auf, wodurch der geplante Zünd-Test im All ausblieb, und der Booster „Booster 19" scheiterte am sogenannten Boostback-Manöver und musste im Golf von Mexiko wassern, statt wie geplant vom Startturm „gefangen" zu werden. SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell kündigte daraufhin an, dass IFT-13 das suborbitale Flugprofil von IFT-12 im Wesentlichen wiederholen wird, um die Zuverlässigkeit des Boosters vor einem erneuten Fangversuch am Startturm zu verbessern. Der erste erfolgreiche „Catch" eines Boosters der Version 3 wird nach aktuellem Stand nicht vor Flug 14 erwartet. Trotz des vorsichtigeren Profils gilt IFT-13 als wichtiger Schritt für das Starship-Programm, das sowohl für NASA's Artemis-Mondlandungen als auch für künftige, grössere Starlink-Satelliten und langfristig für bemannte Mars-Missionen eine zentrale Rolle spielt.
Abseits der eigentlichen Starttermine richtet sich der Blick in dieser Woche auch nach China. Dort gelang am 10. Juli ein Meilenstein auf dem Weg zu wiederverwendbaren Trägerraketen. Erstmals konnte die erste Stufe einer orbitalen Rakete des Typs Long March 10B nach ihrem Einsatz geborgen werden. Anders als SpaceX setzt China dabei nicht auf eine senkrechte Landung auf Landebeinen, sondern auf ein neu entwickeltes Fangsystem: Der Booster wurde nach seinem Rückflug von einem auf einer Offshore-Plattform installierten Netz aufgefangen. Mit dieser erfolgreichen Demonstration gehört China nun zu den wenigen Raumfahrtnationen, die eine Rückgewinnung grosser orbitaler Raketenstufen praktisch nachgewiesen haben. Ziel ist es, die Startkosten künftig deutlich zu senken und die hohe Zahl geplanter Satellitenstarts wirtschaftlicher durchJUL202führen zu können. Die geborgene Raketenstufe soll nach Angaben der Entwickler noch in diesem Jahr erneut eingesetzt werden. Der Erfolg gilt zudem als wichtiger Schritt für Chinas langfristige Mondpläne und den Ausbau eigener Satellitenkonstellationen.
Woche vom 5. bis 12. Juli 2026
Neben mehreren Falcon-9-Starts sorgen der Transporter-17-Flug, Chinas neue Mondrakete, der mögliche Erstflug der indischen Vikram-I sowie die laufende Rettungsmission für das Swift-Weltraumteleskop für reichlich Gesprächsstoff. Ergänzt wird das Programm durch interessante astronomische Beobachtungsmöglichkeiten, sodass Raumfahrt- und Astronomiebegeisterte in den kommenden Tagen voll auf ihre Kosten kommen.
Bereits am Montag, dem 6. Juli, erreicht die Erde ihren grössten Abstand zur Sonne. Mit einer Entfernung von rund 152 Millionen Kilometern befindet sie sich im sogenannten Aphel. Dieses Ereignis wird häufig mit den Jahreszeiten in Verbindung gebracht, tatsächlich entstehen Sommer und Winter jedoch durch die Neigung der Erdachse und nicht durch den wechselnden Abstand zur Sonne. Am selben Tag plant SpaceX den Start einer Falcon 9 von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Die Rakete soll eine weitere Gruppe von Starlink-Satelliten in den Orbit bringen und damit den kontinuierlichen Ausbau des weltweiten Breitbandnetzes fortsetzen.
Am Dienstag steht mit der Mission Transporter-17 einer der interessantesten Starts der Woche auf dem Programm. Bei diesen sogenannten Rideshare-Missionen transportiert eine einzelne Falcon 9 zahlreiche Satelliten unterschiedlichster Kunden gleichzeitig in einen sonnensynchronen Orbit. Universitäten, Start-ups, Forschungsinstitutionen und Raumfahrtunternehmen teilen sich dabei die Startkosten, wodurch der Zugang zum Weltraum deutlich günstiger geworden ist. Solche Missionen haben in den vergangenen Jahren wesentlich zum Boom der Kleinsatelliten beigetragen.
Für Mittwoch sind nach aktuellem Stand keine grösseren Raumfahrtmissionen angekündigt. Hinter den Kulissen laufen jedoch die Vorbereitungen für weitere Starts, die gegen Ende der Woche vorgesehen sind.
Am Donnerstag plant SpaceX bereits den nächsten Falcon-9-Start mit einer weiteren Charge Starlink-Satelliten. Die hohe Startfrequenz zeigt eindrucksvoll, wie routiniert und zuverlässig die Wiederverwendung der Falcon-9-Raketen inzwischen funktioniert. Am Abend bietet sich zudem ein schöner Blick an den Himmel, wenn sich die Venus dem hellen Stern Regulus im Sternbild Löwe nähert und gemeinsam mit dem zunehmenden Mond ein attraktives Beobachtungsziel bildet.
Der Freitag könnte ganz im Zeichen Chinas stehen. Geplant ist ein Demonstrationsflug der neuen Trägerrakete Long March 10B. Diese Rakete gehört zur nächsten Generation chinesischer Schwerlastträger und soll künftig eine zentrale Rolle bei den bemannten Mondmissionen des Landes übernehmen. Auch wenn es sich zunächst um einen Testflug handelt, wird die Mission weltweit aufmerksam verfolgt.
Am Samstag setzt SpaceX seine hohe Startkadenz voraussichtlich mit einem weiteren Falcon-9-Start fort. Erneut sollen Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden. Die regelmässigen Starts verdeutlichen, wie effizient das Unternehmen den Ausbau seines Satellitennetzes inzwischen organisiert hat.
Zum Abschluss der Woche könnte am Sonntag ein historischer Meilenstein für die indische Raumfahrt erreicht werden. Das private Unternehmen Skyroot Aerospace bereitet den Erstflug seiner Trägerrakete Vikram-I vor. Gelingt die Mission, wäre es der erste vollständig privat entwickelte indische Orbitalträger. Der Start gilt als wichtiger Schritt für die Öffnung der indischen Raumfahrtindustrie und könnte den Beginn einer neuen Ära kommerzieller Raumfahrt in Indien markieren. Ebenfalls für diesen Zeitraum wird der Start einer Gravity-1-Rakete des chinesischen Unternehmens Orienspace erwartet, wobei der endgültige Termin noch nicht offiziell bestätigt wurde.
Während der gesamten Woche richtet sich der Blick ausserdem auf eine aussergewöhnliche Servicemission im Erdorbit. Das Servicemodul LINK nähert sich dem Neil Gehrels Swift Observatory an, um das alternde Weltraumteleskop einzufangen und auf eine höhere Umlaufbahn anzuheben. Sollte die Mission erfolgreich verlaufen, wäre dies die erste Rettung eines staatlichen Forschungssatelliten durch ein privates Servicemodul und damit ein bedeutender Meilenstein für die zukünftige Wartung und Lebensdauerverlängerung von Satelliten im All.
Woche vom 29. Juni bis 5. Juli 2026
Mit acht bis zehn geplanten Orbitalstarts zählt die Woche erneut zu den ereignisreichen des Raumfahrtjahres. Während SpaceX, Amazon und China den Ausbau ihrer Satellitenflotten mit hohem Tempo vorantreiben, könnte die Swift-Boost-Mission den Beginn einer neuen Ära markieren – einer Zeit, in der Satelliten und Weltraumteleskope nicht mehr aufgegeben, sondern im Orbit gewartet und ihre Einsatzdauer deutlich verlängert werden.
Den Auftakt macht am 29. Juni eine Falcon 9 von SpaceX, die vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral den Kommunikationssatelliten Sirius SXM-11 in den Orbit bringen soll. Der Satellit erweitert die Flotte des nordamerikanischen Satellitenradio-Anbieters SiriusXM und ersetzt ältere Einheiten, um den Radiodienst langfristig sicherzustellen.
Ebenfalls für den 29. Juni ist in Südkorea der Test einer neuen Feststoffrakete der Agency for Defense Development (ADD) vorgesehen. Über die Nutzlast ist nichts bekannt – im Mittelpunkt steht vielmehr die Erprobung der Trägerrakete selbst. Mit dem Programm verfolgt Südkorea das Ziel, seine unabhängigen Fähigkeiten zum Start eigener Satelliten weiter auszubauen.
Das wohl spannendste Ereignis der Woche folgt am 30. Juni. Vom Kwajalein-Atoll im Pazifik soll eine Pegasus XL mit der Mission Swift Boost starten. An Bord befindet sich die von Katalyst Space Technologies entwickelte Serviceraumsonde LINK, die das seit 2004 aktive Neil Gehrels Swift Observatory erreichen und an dieses ankoppeln soll. Anschliessend wird LINK die Umlaufbahn des Weltraumteleskops anheben und ihm so mehrere zusätzliche Betriebsjahre ermöglichen. Gelingt das Vorhaben, wäre es die weltweit erste kommerzielle Mission, die ein wissenschaftliches Weltraumteleskop im Orbit vor dem Verglühen rettet – ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Wartung und Lebensdauerverlängerung von Satelliten.
Ebenfalls gegen Ende Juni startet Rocket Lab von der neuseeländischen Halbinsel Mahia eine Electron-Rakete mit der Mission „The Grain Goddess Provides“. Sie transportiert einen weiteren Radarbeobachtungssatelliten des japanischen Unternehmens iQPS in eine sonnensynchrone Umlaufbahn. Damit wächst die Konstellation kontinuierlich zu einem global einsetzbaren Erdbeobachtungssystem heran.
Für den 1. Juli plant China den Start einer Langer Marsch 4C. Wie so häufig bei chinesischen Missionen wurden bislang keine Angaben zur Nutzlast veröffentlicht. Erfahrungsgemäss dürften Erdbeobachtungs-, wissenschaftliche oder militärische Satelliten an Bord sein.
Am 2. Juli könnte es besonders geschäftig werden. Gleich mehrere Trägerraketen sollen innerhalb weniger Stunden starten. SpaceX bringt mit einer weiteren Falcon 9 die nächste Charge Starlink-Satelliten in den Orbit und baut damit sein weltumspannendes Internetnetz weiter aus.
Nur wenig später soll eine Atlas V 551 der United Launch Alliance weitere Satelliten für Amazon Project Kuiper starten. Das Projekt entwickelt sich zunehmend zum grössten Konkurrenten von Starlink und soll in den kommenden Jahren ein eigenes globales Satelliten-Internet aufbauen.
Auch China plant an diesem Tag den Start einer Langer Marsch 8A, wiederum mit einer bislang nicht bekannt gegebenen Nutzlast.
Das hohe Starttempo setzt sich am 3. Juli fort. Erneut soll eine Falcon 9 weitere Starlink-Satelliten in den Orbit bringen – inzwischen beinahe Routine, aber zugleich Ausdruck der beeindruckenden Startfrequenz von SpaceX.
Der 4. Juli bleibt voraussichtlich etwas ruhiger. Zwar wird in China ein weiterer Orbitalstart erwartet, doch wurden bislang weder Startort noch Nutzlast offiziell bestätigt.
Den wissenschaftlichen Höhepunkt der Woche bildet schliesslich der 5. Juli. Die japanische Raumsonde Hayabusa2, die bereits erfolgreich Proben des Asteroiden Ryugu zur Erde brachte, wird den Asteroiden Torifune in nur wenigen Kilometern Entfernung passieren. Während des Vorbeiflugs sollen hochauflösende Bilder und Messdaten gewonnen werden, um Form, Rotation und Oberflächenbeschaffenheit des Himmelskörpers zu untersuchen. Die Beobachtungen dienen zugleich als Vorbereitung für das eigentliche Langzeitziel der Mission: den nur rund 30 Meter grossen Asteroiden 1998 KY26, den Hayabusa2 im Jahr 2031 erreichen soll.