Woche vom 29. Dezember 2025 - 4. Januar 2026

Die letzten Tage des alten Jahres sowie das Neujahrswochenende bringen nur wenige Aktivitäten.
Einige wenige Starts in Russland, China und den USA bilden die Hauptaktivitäten. Daneben sind bei SpaceX in Boca Chica Arbeiten zur Vorbereitung des Starship-Testfluges IFT-12 zu beobachten. Dieser Start soll Ende Januar oder im Februar stattfinden. Ebenfalls im Februar ist der Start von Artemis 2 geplant. Wir dürfen uns auf ein äußerst interessantes Jahr 2026 freuen.
Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr.

 

Woche vom 22. - 28. Dezember 2025

Zu den wichtigsten Ereignissen der Weihnachtswoche zählt am 22. Dezember der Höhepunkt des Ursiden-Meteorschauers, der vom 13. bis 26. Dezember aktiv ist und aufgrund der geringen Mondhelligkeit gute Beobachtungsbedingungen bietet. 
Am 23. Dezember plant Russland einen Raketenstart vom Kosmodrom Plesetsk gegen 9:00 Uhr UTC vorgesehen, wobei die Nutzlast noch nicht bekannt ist.
Am 26. Dezember soll eine Long March 3B/E von China aus dem Xichang Satellite Launch Center starten, vermutlich mit einem Kommunikations- oder Navigationssatelliten. 
Der 28. Dezember ist besonders startintensiv: Geplant sind zwei Falcon-9-Starts von SpaceX – einer von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien und einer vom Cape Canaveral Space Force Base in Florida – beide mit Starlink-Satelliten. Zusätzlich ist ein Start einer Soyus 2.1b/Fregat-M vom, in der Region Oblast gelegenen, Kosmodrom Wostotschny vorgesehen, vermutlich mit wissenschaftlicher oder militärischer Nutzlast.
Parallel dazu feiern die Astronauten und Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) auch im Jahr 2025 Weihnachten. Diese Tradition besteht seit dem Jahr 2000. Am 25. Dezember ist Zeit für Feierlichkeiten eingeplant, auch wenn der wissenschaftliche Betrieb und die Wartung der Station weiterhin stattfinden.

 

Woche vom 15. - 21. Dezember 2025

Jared Isaacman wurde am 18. Dezember, vereidigt und ist nun offiziell der 15. Administrator (Direktor) der NASA. Seine Ziele machte er bereits an seinem ersten Tag klar und kommunizierte sie deutlich. Er verfolgt das Ziel, die USA schnell und dauerhaft zum Mond zurückzuführen. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen wieder amerikanische Astronauten auf dem Mond landen – diesmal mit einer Infrastruktur, die einen langfristigen Aufenthalt ermöglicht. Bis 2030 soll mit dem Aufbau eines permanenten Mondaussenpostens begonnen werden. Gleichzeitig will Isaacman die technologische Grundlage für spätere Marsmissionen legen. Trotz möglicher Budgetkürzungen zeigt er sich optimistisch, diese ambitionierten Ziele im Rahmen der Weltraumpolitik der US-Regierung umsetzen zu können, und sieht den Wettlauf mit China als zusätzlichen Antrieb.

Trotz 14 geplanter Raketenstarts weltweit war die Woche vergleichsweise ruhig. Nach mehreren sehr intensiven Phasen in den vergangenen Wochen ist gegen Ende des Jahres eine spürbare Entspannung zu beobachten.
Der Grossteil der geplanten Missionen entfiel auf Routine- und Versorgungsstarts, darunter mehrere Falcon-9-Missionen von SpaceX, die vor allem dem weiteren Ausbau der Starlink-Satellitenkonstellation dienen. Diese Starts erfolgten überwiegend von Cape Canaveral (USA) und der Vandenberg Space Force Base, wobei häufig wiederverwendbare Erststufen eingesetzt wurden, die nach dem Start auf den autonomen Drohnenschiffen von SpaceX landeten.
Am 15. Dezember startete eine Atlas-V-Rakete mit mehreren Satelliten für Amazons geplantes Internet-Satellitensystem „LEO“ (vormals als Project Kuiper benannt). Das System soll künftig eine globale Breitbandversorgung aus dem niedrigen Erdorbit (LEO) ermöglichen und stellt Amazons Antwort auf SpaceX’ Starlink dar.
Daneben fanden auch einzelne chinesische Starts mit Trägerraketen der Langer-Marsch-Familie statt, meist zum Transport von Erdbeobachtungs- oder Kommunikationssatelliten in niedrige Erdumlaufbahnen (LEO) oder sonnensynchrone Orbits. Größere Premieren oder Erstflüge neuer Raketentypen standen in dieser Woche jedoch nicht auf dem Programm.
Besonders erwähnenswert ist zudem die Wintersonnenwende am 21. Dezember. Auf der Südhalbkugel markiert sie den längsten Tag des Jahres, während auf der Nordhalbkugel der kürzeste Tag erreicht wird. Ab diesem Zeitpunkt werden bei uns die Tage allmählich wieder länger.

Woche vom 8. - 14. Dezember 2025

Die Raumfahrt steht diese Woche im Zeichen von Raketenstarts, einem astronomischen Highlight und laufenden Missionen. Besonders SpaceX dominiert mit geplanten Starts, während der Höhepunkt des Geminiden-Meteorschauers ein Highlight für Beobachter ist. Zusätzlich erwartet die Space-Community endlich die Ernennung des neuen NASA-Administrators.
Der Handelsausschuss des US-Senats teilte am vergangenen Montag mit, dass er am 8. Dezember über die Nominierung des neuen NASA-Direktors (Administrators) Jared Isaacman abstimmen will. Das bedeutet, dass die NASA nach beinahe einem Jahr Präsidentschaft von Donald Trump nun endlich eine neue Führung erhält. Isaacman, der bereits zweimal auf vollständig privaten Astronautenmissionen als Kunde und Partner von SpaceX in den Orbit flog, ist ein erfolgreicher E-Commerce-Unternehmer.
Am 8. Dezember erfolgt zudem die Rückkehr der Astronauten von Sojus MS-27. Die Crew, bestehend aus Sergey Ryzhikov, Alexey Zubritsky und dem NASA-Astronauten Jonny Kim, kehrt nach genau acht Monaten Aufenthalt auf der ISS zurück.
Auch in dieser Woche stehen weltweit wieder zahlreiche Raketenstarts auf dem Programm, die genauen Startdaten der Missionen findest Du hier. 
Am 13. und 14. Dezember ist als Höhepunkt der Woche der Geminiden-Meteorschauer zu beobachten – einer der besten Meteorschauer des Jahres. Bis zu 120 bunte Meteore pro Stunde aus dem Sternbild Zwillinge (verursacht durch den Asteroiden 3200 Phaethon) sind möglich. Optimal ist die Beobachtung ab jeweils 22 Uhr MEZ. Das Schauspiel ist am besten in dunkler Umgebung sichtbar. Der Mond (ca. ein Drittel beleuchtet) sollte dabei nur gering stören.

 

Woche vom 1. - 7. Dezember 2025

Die erste Dezemberwoche 2025 verspricht eine besonders aktive Phase für die Raumfahrt: Mehrere geplante Starts, darunter kommerzielle Satellitenmissionen, wissenschaftliche Nutzlasten und Technologie-Demonstrationen, sorgen für eine dichte Startagenda. Beteiligt sind vor allem etablierte Akteure wie SpaceX, Rocket Lab und JAXA, die mit ihren Trägern unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
SpaceX allein plant in der kommenden Woche sechs Starts mit Falcon-9-Raketen. Diese Missionen dienen ausschließlich dem weiteren Ausbau des Starlink-Netzwerks. Insgesamt sollen dabei rund 150 zusätzliche Starlink-Satelliten in den Orbit gebracht werden, was die globale Konnektivität des Systems weiter verdichten und die Netzabdeckung verbessern soll.
Auch andere Raumfahrtunternehmen bereiten sich auf wichtige Missionen vor: Rocket Lab arbeitet an einem weiteren Electron-Start für kleinskalige Nutzlasten, während JAXA wissenschaftliche Experimente und Erdbeobachtungssatelliten positionieren möchte. So wird die Woche zu einem eindrucksvollen Beispiel für die wachsende Vielfalt und das steigende Tempo internationaler Raumfahrtaktivität.

 

Woche vom 24. - 30. November 2025

Aktuell (28.11.2025): Unfall in Baikonur - Beim Start der Sojus MS-28 ist die Startrampe stark beschädigt worden. Ersten Berichten zufolge ist ein elementarer Teil der Startkonstruktion in den unter der Startrampe befindlichen Flammenkanal gestürzt. Es handelt sich dabei um den unter der Rakete befindlichen Serviceraum, welcher den Technikern Zugang zu den Triebwerken ermöglicht. Der Schaden ist erheblich und kann voraussichtlich nicht in kurzer Zeit behoben werden.
Der Kommentator Vitaliy Egorov schrieb auf Telegram:
„Dies ist die einzige Startrampe, die Roskosmos für das ISS-Programm verwendet, und in Zukunft sollte sie für Starts zur russischen Orbitalstation genutzt werden. In der Tat hat Russland heute die Fähigkeit verloren, Menschen in den Weltraum zu bringen – etwas, das seit 1961 nicht mehr vorgekommen ist. Jetzt wird es notwendig sein, diesen Starttisch schnell zu reparieren oder einen anderen zu modernisieren.“
Es wird davon ausgegangen, dass Russland bis zu zwei Jahre brauchen könnte, um zum Normalbetrieb zurückzukehren.
In der Zwischenzeit sind die Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov, Sergey Mikaev und der Astronaut Christopher Williams auf der ISS angekommen und nun Teil der ständigen Besatzung.


Am Montag, dem 24. November, gab die NASA bekannt, dass die ursprünglich geplante bemannte Testmission des Starliner-Raumschiffs in eine reine Frachtmission umgewandelt wird. Die Mission trägt nun den Namen Starliner-1 und ist für April 2026 vorgesehen. Als Grund nennt die NASA notwendige technische Anpassungen, die die Zuverlässigkeit des Systems erhöhen sollen – eine Konsequenz aus den erheblichen Problemen während der ersten bemannten Starliner-Testmission Starliner-CFT. Durch diese Entscheidung verschiebt sich der nächste bemannte Einsatz, Starliner-2, auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026.

Die bemannte russische Mission MS-28 ist am 27. November um 10:27 Uhr (MEZ) vom Baikonur-Kosmodrom in Kasachstan mit einer Sojus-2.1a-Rakete gestartet. An Bord befinden sich NASA-Astronaut Christopher Williams (erste Mission), Roscosmos-Kosmonaut Sergey Kud-Sverchkov (Kommandant, zweite Mission) sowie Sergey Mikaev (Flugingenieur, erste Mission). Die Crew wird Teil der Expedition 73/74 sein und rund acht Monate auf der ISS verbringen, um Forschungsarbeiten und Wartungsaufgaben durchzuführen. Es ist der erste Start nach der Verlängerung des NASA-Roscosmos-Sitztauschs vom April 2025. Die Rakete wurde bereits am 24. November zur Startrampe gebracht – ein echtes Thanksgiving-Highlight in den USA.
Am 25. November startete zudem die Mission Shenzhou-22 auf einer Rakete vom Typ Langer Marsch 2F. Die unbemannte Crew-Kapsel ist auf dem Weg zur chinesischen Raumstation Tiangong und ersetzt die beschädigte Shenzhou-20, die einen Defekt erlitten hatte. Aufgrund dieses Schadens waren drei chinesische Taikonauten mehrere Wochen länger als geplant an Bord der Raumstation geblieben und können nun endlich zur Erde zurückkehren.
Zum Ende der Woche plant SpaceX ausserdem zwei weitere Starts mit der Falcon 9, bei denen verschiedene Satelliten in den Orbit gebracht werden sollen.
Darüber hinaus fand in Bremen der ESA-Ministerrat CM25 statt (23.–29. November). Im Mittelpunkt standen neue Missionen wie Sentinel-1D und Sentinel-6B, zwei wichtige Radar-Erdbeobachtungssatelliten. Die Veranstaltung wurde live über ESA TV übertragen und bietet spannende Einblicke in die Zukunft der europäischen Erdbeobachtung.
Auch aus der Wissenschaft gab es bemerkenswerte Neuigkeiten: Das James-Webb-Weltraumteleskop entdeckte ein schnell wachsendes Schwarzes Loch im frühen Universum, und Blue Origin kündigte umfassende Upgrades für die New-Glenn-Rakete an, die ab der Mission NG-3 mehr Nutzlastkapazität und eine höhere Zuverlässigkeit bieten soll.

 

Woche vom 17. - 23. November 2025

In der Nacht auf den 22. November ist bei einem Drucktest am SpaceX-Booster 18 eine Anomalie aufgetreten. Der nicht mit Treibstoff beladene Booster hielt dem hohen Prüfdruck offenbar nicht stand und erlitt schwere Schäden. Erstaunlich ist, dass die über 70 m hohe Rakete trotz der massiven Beschädigung stehen geblieben ist.
In dieser Woche wurden gleich sechs Falcon-9-Starts durchgeführt, davon vier mit Starlink-Satelliten. Die NASA-Mission Sentinel-6B ist von Vandenberg aus für den frühen Morgen des 17. November um 06:21 MEZ geplant. Am 19. November startete zudem eine Falcon 9 mit diversen Kundensatelliten. Diese Mission trägt den Namen Transporter-15.
Ebenfalls am 19. November sollte eine Langer Marsch 8 vom chinesischen Weltraumbahnhof Wenchang starten.
Das südkoreanische Raumfahrtunternehmen Innospace will seine erste Rakete, Hanbit-Nano, am 22. November von Brasilien aus starten. Der Start wurde jedoch auf den 1. Dezember verschoben. Die sehr kleine Rakete soll mehrere Kleinstsatelliten in den Orbit bringen.
Bei SpaceX wird derweil weiter gebaut und umgebaut. Die Startanlagen in Florida und in Boca Chica verändern ihr Erscheinungsbild praktisch täglich.

 

Woche vom 10. - 16. November 2025

Eine kleine Sensation vollbrachte am Abend des 13. November die Firma Blue Origin. Die Schwerlastrakete New Glenn von Blue Origin hat am Donnerstag, 13. November, erfolgreich ihren zweiten Flug absolviert. Um 22:55 Uhr MEZ hob sie vom Launch Complex 36 in Cape Canaveral ab und brachte zwei NASA-Raumsonden der ESCAPADE-Mission auf den Weg zum Mars.
Für Überraschung sorgte vor allem die erfolgreiche Landung der Erststufe auf dem Drohnenschiff „Jacklyn“ – ein Manöver, das nach dem Fehlschlag beim Erstflug im Januar nicht als sicher galt. Diesmal zündeten die Triebwerke wie geplant und führten die Stufe in einem präzisen Landing Burn zur sanften Rückkehr.
Die Zweitstufe setzte die beiden identischen ESCAPADE-Sonden rund 33 Minuten nach dem Start aus. Die Mission soll untersuchen, wie Sonnenwind und Weltraumwetter die Atmosphäre des Mars beeinflussen. Gebaut wurden die Sonden von Rocket Lab, geleitet wird das Projekt von der University of California, Berkeley Laut der NASA sei ESCAPADE ein wichtiger Baustein, um den roten Planeten besser zu verstehen und künftige bemannte Missionen vorzubereiten. Die Sonden benötigen rund zehn Monate zum Mars und sollen im September 2027 ankommen. Der wissenschaftliche Einsatz beginnt im Juni 2028.

 

Woche vom  3. - 9. November 2025

Chinesische Astronauten gestrandet. Am Mittwoch, 5. November, sollte das chinesische Raumschiff Shenzhou 20 mit den Astronauten Chen Dong, Chen Zhongrui und Wang Jie von der Raumstation Tiangong („Himmlischer Palast“) ablegen und zur Erde zurückkehren. Wie die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA nun bekanntgab, musste das Ablegen jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Grund dafür ist eine vermutete Kollision mit Weltraumschrott. Nach offiziellen Angaben weist Shenzhou 20 derzeit einen noch nicht näher beschriebenen Defekt auf. China ist allerdings nicht dafür bekannt, technische Probleme frühzeitig oder umfassend öffentlich zu machen, weshalb Beobachter befürchten, dass es sich um ein ernsteres Problem handeln könnte. Es wird vermutet, dass China zur Zeit ein Ersatzraumschiff zum Start bereitmacht um die Besatzungh von der Tiangong zu retten. Weitere Informationen folgen, sobald mehr über die aktuelle Lage bekannt ist.

Es gibt grosse Neuigkeiten. 
Am 4. November 2025 hat Präsident Donald Trump den bereits abgeschriebenen Jared Isaacman erneut zum NASA-Administrator nominiert. Isaacman war von Trump bereits Ende 2024 für dieses Amt vorgeschlagen worden. Am 31. Mai hatte der Präsident diese Nominierung jedoch plötzlich zurückgezogen.
Die NASA wurde in der Folge vom US-Verkehrsminister Sean Duffy interimistisch geleitet. Duffy, ein ehemaliger Reality-TV-Star, versuchte, die NASA-Leitung in sein Verkehrsministerium zu integrieren, was grosse Kritik, unter anderem auch von Elon Musk, hervorrief (siehe News von vorletzter Woche).
Donald Trump hat nun für die meisten überraschend reagiert. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er:
«Jareds Leidenschaft für den Weltraum, seine Erfahrung als Astronaut und seine Hingabe, die Grenzen der Erforschung zu erweitern, die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln und die neue Weltraumwirtschaft zu erschließen, machen ihn ideal geeignet, die NASA in eine mutige neue Ära zu führen.» Jared Isaacman postete darauf auf X «Danke, Mr. President, für diese Gelegenheit. Es wird eine Ehre sein, meinem Land unter Ihrer Führung zu dienen.»

In der Nacht auf den 5. November ist eine Ariane 6 Rakete von Französisch-Guayana mit dem Satelliten Sentinel-1D gestartet. Der neue Satellit soll den in die Jahre gekommenen Sentinel-1A ersetzen, der bereits 2014 in eine Umlaufbahn gebracht wurde. Sentinel-1D wird künftig von derselben Position wie sein Vorgänger Radardaten der Erdoberfläche liefern.
Wolfgang Wagner, Professor für Fernerkundung an der Technischen Universität Wien, freut sich über den neuen Satelliten. Sentinel bedeutet Wächter. Wagner erklärt: «Bei der Flut im Jahr 2024 war eine grosse Fläche von Österreich bis Polen betroffen. Damit man eine Übersicht bekommt, welche Regionen betroffen sind, braucht man Satellitensysteme.»

Woche vom 27. Oktober - 2. November 2025

In einer der dynamischsten Wochen seit Jahresbeginn dominierte SpaceX mit einer Serie von Starts, die den Jahresrekord auf 133 Orbitalmissionen anhoben und die Starlink-Flotte weiter ausbauten. Gleichzeitig feierte China wichtige Meilensteine in der Mondforschung und im privaten Raumfahrtsektor. Die globale Szene wurde zudem durch europäische und japanische Missionen bereichert, die die internationale Zusammenarbeit bei der ISS-Nachfolge und im Bereich Navigationssatelliten unterstrichen.

Ende Oktober 2025 veröffentlichte SpaceX, vor allem durch Elon Musks Posts auf X sowie offizielle Updates auf der SpaceX-Website, detaillierte Informationen zum Human Landing System (HLS) im Rahmen des NASA-Artemis-Programms. Diese Mitteilungen reagierten direkt auf anhaltende Diskussionen und Kritik zu Verzögerungen im Artemis-Zeitplan. Zusammenfassend unterstreichen die Updates den pragmatischen Ansatz von SpaceX, der auf einer Vereinfachung der Missionsarchitektur, bewährten Testfortschritten und einer beschleunigten Umsetzung basiert, mit dem klaren Ziel, die erste bemannte Mondlandung seit über 50 Jahren so schnell wie möglich zu realisieren. 

Am 27. Oktober (MEZ) startete SpaceX von der Vandenberg Space Force Base aus eine weitere Starlink Mission. Eine Falcon 9 hob um 22:45 UTC ab und brachte 22 Satelliten in den Low Earth Orbit. Der Booster B1071 absolvierte dabei seinen 15. Flug und landete sicher auf der Drohnenschiff-Plattform «Of Course I Still Love You», ein weiterer Beleg für die beeindruckende Wiederverwendbarkeit des Systems. Parallel dazu kündigte die China Manned Space Agency (CMSA) an, dass die Vorbereitungen für Shenzhou-19 abgeschlossen seien – eine bemannte Mission zur Tiangong-Raumstation, die im November starten und neue Experimente zu KI-gestützten Langzeitaufenthalten durchführen soll.
 
Am 28. und 29. Oktober folgte SpaceX mit zwei weiteren Starlink-Missionen, von Vandenberg Kalifornien und von Cape Canaveral. Damit unterstreicht SpaceX seine zentrale Rolle in nationalen Sicherheitsprojekten, die inzwischen rund 40 Prozent aller weltweiten Starts 2025 ausmachen.

In der Wüste Gobi startete am 31. Oktober 2025 Shenzhou 21 („Göttliches Schiff Nummer 21“) auf einer Rakete vom Typ Langer Marsch 2F zur chinesischen Raumstation Tiangong. An Bord befanden sich drei Taikonauten. Die Mission stellt den 16. bemannten Raumflug Chinas und den 21. Flug insgesamt im Rahmen des Shenzhou-Programms dar. Zugleich markiert sie die zehnte Besatzungsrotation der seit Juni 2021 ununterbrochen bemannten Tiangong-Station.
Kommandant der Mission ist Zhang Lu, begleitet vom Bordingenieur Wu Fei, einem Forscher an der China Academy of Space Technology, sowie dem Nutzlastspezialisten Zhang Hongzhang vom Dalian Institute of Chemical Physics. Der 32-jährige Wu Fei wurde mit dieser Mission zum jüngsten Taikonauten, der jemals ins All flog. Am 1. November erreichten die Astronauten (Taikonauten) die Tiangong-Station. 
 
Die European Space Agency (ESA) bereitet sich auf den nächsten Ariane-Flug vor. Am 4. November soll die insgesamt vierte Ariane-6-Mission mit dem Satelliten Sentinel-1D vom Guiana Space Centre aus starten. Der Radarsatellit wird in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht, wo er rund um die Uhr Daten zur Wetterbeobachtung liefern wird.

Vom 31. Oktober bis 1. November präsentierte die China National Space Administration (CNSA) neue Details zur geplanten Chang’e-8-Mission (2028), die In-situ-Resource-Utilization-Technologien für eine internationale Mondbasis testen soll, in Kooperation mit Partnern wie Russland. Diese Mission baut auf den Erfolgen von Chang’e-7 auf. SpaceX nutzte den Übergang zum November für die Transporter-13-Mission: Um 04:15 UTC startete eine Falcon 9 von Vandenberg und beförderte 36 Kleinsatelliten, darunter CubeSats der NASA und privater Firmen, in verschiedene Orbits. Damit hat der Rideshare-Service von SpaceX in diesem Jahr bereits über 1.000 Nutzlasten transportiert.
 
Der Höhepunkt folgte am 2. November, als SpaceX die Starlink 10-9-Mission startete: Um 12:30 UTC hob eine Falcon 9 vom Kennedy Space Center ab, setzte 23 Satelliten aus und brachte Booster B1069 nach seinem 18. Einsatz sicher auf der Drohnenschiff-Plattform Just Read the Instructions zurück. Damit erreichte das Starlink-Netzwerk Rekordgeschwindigkeiten, insbesondere in Regionen Asiens und Afrikas. In China testete das Startup i-Space parallel den Hyperbola-3-Booster erfolgreich auf der Wuzhen Launch Base – mit einem orbitalen Erststart im Dezember geplant. Damit entfallen inzwischen rund 20 Prozent der chinesischen Starts auf den privaten Sektor.

 

Woche vom 20. - 26. Oktober 2025

Die Woche vom 20. bis 26. Oktober 2025 war einmal mehr geprägt von einer hohen Aktivität bei SpaceX. Das Unternehmen knackt weiterhin Rekorde und legte auch in dieser Woche den Fokus auf den Ausbau des Starlink-Systems. In China rückten Vorbereitungen für innovative Raketenstarts in den Vordergrund, während internationale Missionen – wie ein japanischer Frachtflug zur ISS – die Woche abrundeten.
Das chinesische Startup Landspace hat die erste Phase der Startkampagne für die Zhuque-3-Rakete abgeschlossen. Dies markiert die finalen Vorbereitungen für Chinas ersten Versuch eines orbitalen Starts mit anschließender Landung der ersten Stufe – ein Meilenstein für die kommerzielle Raumfahrt des Landes. Die Zhuque-3 ist offensichtlich stark von der Falcon 9 von SpaceX inspiriert, böse Zungen sagen auch kopiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Rakete die gewünschten Leistungen erbringt. SpaceX ist seit 10 Jahren sehr erfolgreich mit der Falcon 9 unterwegs, und niemandem sonst ist es bisher gelungen, eine Orbitalrakete erfolgreich wiederzuverwenden. Der Start ist für die kommenden Wochen geplant.

Die China National Space Administration (CNSA) hob in einem Statement mehrere technologische Fortschritte hervor, darunter Erfolge bei Asteroidenmissionen wie Tianwen-2 (bereits im Mai gestartet) sowie ambitionierte Pläne für den weiteren Verlauf des Jahres. Diese Entwicklungen unterstreichen Chinas Raumfahrtziele für 2025, insbesondere im Bereich der Mond- und Asteroidenforschung.
Am 22. Oktober startete SpaceX eine Falcon 9 von Cape Canaveral und brachte 28 weitere Starlink-Satelliten in den niedrigen Erdorbit (LEO). Es war der 550. Falcon-9-Start insgesamt und der 129. Start des Unternehmens im Jahr 2025. Der verwendete Booster absolvierte dabei seinen 31. Flug, was die Effizienz von SpaceX’ Wiederverwendungsstrategie eindrucksvoll unterstreicht.
Am Sonntag, dem 26. Oktober, startete um 10:05 Uhr EDT (14:05 UTC) eine weitere Falcon 9 von Cape Canaveral und brachte eine zusätzliche Starlink-Charge in den Orbit – Teil der laufenden globalen Netzwerkerweiterung.
Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) startete die HTV-X, das Nachfolgemodell des H-II Transfer Vehicle, mit einer H3-24W-Rakete um 9:00 Uhr JST (0:00 UTC). Damit begann eine neue Generation japanischer ISS-Nachschubmissionen, bei der auch wissenschaftliche Experimente zur Internationalen Raumstation transportiert wurden.
Bis zum Ende der Woche hatte SpaceX den eigenen Rekord für die meisten Orbitalstarts in einem Jahr (aufgestellt 2024) gebrochen – mit fortgesetztem Fokus auf Starlink sowie nationale Sicherheitsmissionen. Dazu gehören auch vier geplante Falcon-Heavy-Starts im Rahmen neuer US-Regierungsaufträge.

Für die NASA wird immer noch eine definitive Lösung betreffend des Administrators/Chefs der Behörde gesucht. Der Streit dreht sich um die Nachfolge des früheren NASA-Chefs Bill Nelson, der unter Präsident Joe Biden im Amt war. Donald Trump hatte zunächst Jared Isaacman, einen SpaceX-nahen Milliardär und Unternehmer, als Nachfolger ins Auge gefasst. Doch Sean Duffy und sein Team sollen laut Medienberichten intensiv lobbyiert haben, um Isaacman zu blockieren und Duffy selbst für diese Position ins Gespräch zu bringen.
Duffy argumentiert, eine Integration der NASA in das Verkehrsministerium würde die Behörde effizienter machen und bürokratische Hürden abbauen. Kritiker wie Elon Musk halten das jedoch für einen „Win-win“ ausschließlich für Politiker: Erfolge könnten vereinnahmt, Misserfolge hingegen leicht abgewälzt werden.
Musk machte in einem deutlich unfreundlichen Tweet auf X (vormals Twitter) klar, was er von Duffy hält.

 

 

Woche vom 13. - 19. Oktober 2025

In der Woche vom 13. bis 19. Oktober 2025 erlebte die internationale Raumfahrt eine der ereignisreichsten Phasen des Jahres, geprägt von mehreren erfolgreichen Starts, technologischen Fortschritten und beeindruckenden Himmelsereignissen.
Am frühen Morgen (MEZ) des 14. Oktober 2025 startete SpaceX die IFT-11-Mission des Starship-Programms von der Starbase in Boca Chica in Texas, den elften integrierten Flugtest des Systems und den letzten Einsatz eines Block-2-Starships mit dem Super-Heavy-Booster B15-2, der bereits bei IFT-8 geflogen war.
Der suborbitale Flug diente der Erprobung von Upgrades an Hitzeschild, Raptor-Triebwerken und Landemanövern und verlief weitgehend erfolgreich mit einer kontrollierten Landung des Boosters im Golf von Mexiko und des Starships im Indischen Ozean.
Der Booster testete ein neues Landemanöver mit reduzierter Triebwerkszahl, während das Starship acht Starlink-Simulator-Satelliten aussetzte, einen Raptor-Relight im Vakuum durchführte und verschiedene Varianten des Hitzeschilds erprobte.
IFT-11 erfüllte alle Missionsziele und lieferte wertvolle Daten für die kommende Block-3-Generation des Starship-Systems.
Am selben Tag brachte eine Falcon 9 von Cape Canaveral 24 Satelliten für Amazons Kuiper-Projekt in den Orbit, um die weltweite Internetabdeckung auszubauen. Der Booster landete sicher auf einem Drohnenschiff. Der 130. Falcon-9-Start des Jahres. Zeitgleich veröffentlichte ISS-Astronaut Takuya Onishi spektakuläre Aurora-Borealis-Aufnahmen, ausgelöst durch starke Sonnenaktivität. Trotz eines US-Regierungs-Shutdowns setzte die Crew ihre Forschungsarbeiten fort.
Am 14. Oktober startete SpaceX erneut, diesmal mit einigen Satelliten für die Space Development Agency, die ihr militärisches Kommunikationsnetz im Orbit erweitert. Rocket Lab brachte parallel von Neuseeland aus den StriX-7-Erdbeobachtungssatelliten für das japanische Unternehmen Synspective ins All.
Die Nachbesprechungen des Starship-Flugs dominierten die Schlagzeilen, als SpaceX spektakuläre Videos der Booster-Manöver und der verkohlten Landestufe veröffentlichte, die millionenfach angesehen wurden.
Am 15. Oktober startete eine weitere Falcon 9 mit 28 Starlink-Satelliten, wodurch 2025 bereits über 2.000 neue Einheiten in den Orbit gebracht wurden. Gleichzeitig traf die Orion-Kapsel für NASA’s Artemis-2-Mission, den ersten bemannten Mondflug seit 1972, im Vehicle Assembly Building ein, ein wichtiger Schritt Richtung Start im Februar 2026.
Am 16. Oktober markierte SpaceX einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt. Eine Falcon 9 startete erfolgreich von der Vandenberg Space Force Base und brachte 24 weitere Starlink-Satelliten in polare Umlaufbahnen. Besonders bemerkenswert war dabei der eingesetzte Booster B1067. Dieser absolvierte nicht nur seinen 31. erfolgreichen Flug, sondern realisierte zugleich die insgesamt 500. Landung eines Falcon-9-Boosters. Damit unterstreicht SpaceX erneut die außergewöhnliche Zuverlässigkeit und Wiederverwendbarkeit seiner Trägersysteme, die in der Raumfahrtindustrie nach wie vor Maßstäbe setzt.Der 16. Oktober sah den Start von 24 weiteren Starlink-Satelliten von Vandenberg, diesmal für polare Umlaufbahnen. 
Am 17. Oktober setzten die ISS-Astronauten ihre mikrobiologischen und biotechnologischen Experimente fort. SpaceX kündigte den nächsten Starship-Testflug (Version 3) für Ende 2025 an, möglicherweise erstmals auch von Florida aus.
Der 18. Oktober markierte einen historischen Meilenstein: Der Start des 10.000. Starlink-Satelliten von Cape Canaveral, ein Symbol für das rasante Wachstum der weltweit grössten Satellitenkonstellation. Am 19. Oktober schliesslich bot der Morgenhimmel ein besonderes Schauspiel: Mond und Venus standen eng beieinander und sorgten für eindrucksvolle Beobachtungen, besonders im Südosten.
Insgesamt demonstrierte die Woche eindrucksvoll SpaceX’ Dominanz mit sechs erfolgreichen Starts, darunter der bahnbrechende Starship-Test. Zusammen mit den Fortschritten bei Artemis, neuen kommerziellen Satellitenprojekten und wachsenden wissenschaftlichen Aktivitäten auf der ISS zeigte sich, dass die Raumfahrt 2025 auf dem Weg zu einem Rekordjahr mit über 300 geplanten Missionen ist – und die Grenzen des Machbaren weiter verschiebt.

 

Woche vom 6. - 12. Oktober 2025

In der Woche vom 6. bis 12. Oktober 2025 zeigte sich die Raumfahrt sehr dynamisch, geprägt von Routine-Starts, technischen Vorbereitungen auf neue Meilensteine und spannenden Entwicklungen über das Alltagsgeschäft hinaus. Besonders SpaceX dominierte mit einem weiteren Starlink-Start, den laufenden Vorbereitungen für den nächsten Starship-Testflug und langfristigen Plänen für Missionen zum Mond und Mars. Doch auch international, vor allem in China, gab es bemerkenswerte Fortschritte und Ankündigungen.
 SpaceX blieb in dieser Woche der unangefochtene Motor der kommerziellen Raumfahrt. Der Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Starlink-Netzwerks und den Arbeiten am Starship-Programm. Am 6. Oktober feierte das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein mit dem 90. Starlink-Start des Jahres. Eine Falcon 9-Rakete hob von der Vandenberg Space Force Base ab und brachte 26 Satelliten in den Orbit. Der Start verlief reibungslos, der Booster landete planmässig auf der Plattform A Shortfall of Gravitas im Pazifik – ein weiterer Beweis für die Standardisierung und Zuverlässigkeit der SpaceX-Starts.
Auch China sorgte für Aufmerksamkeit: Am 10. Oktober startete eine Langer Marsch 8A von der Wenchang-Startrampe auf Hainan und brachte mehrere SatNet-Kommunikationssatelliten in eine niedrige Umlaufbahn. Das Projekt ist Teil des Bestrebens, ein eigenes unabhängiges Kommunikationsnetzwerk im Orbit aufzubauen. Nur einen Tag später, am 11. Oktober, gelang dem privaten Raumfahrtunternehmen OrienSpace der Start einer Gravity-1-Rakete von einem Trägerschiff aus. Diese etwas "pummelige" 30m hohe Rakete brachte mehrere Kundensatelliten in eine sonnensynchrone Umlaufbahn, darunter die beiden „Shutianyu“-Satelliten zur Weltraumtrümmer-Beobachtung – ein weiteres Zeichen für Chinas wachsende private Raumfahrtindustrie.
 Ebenfalls am 11. Oktober rollte SpaceX auf der Starbase in Texas den Super Heavy Booster und das Starship Nr. 38 für den 11. integrierten Flugtest (IFT-11) zur Startrampe. Der geplante Start am 14. Oktober um 01:45 Uhr (MEZ) soll den letzten Test auf dem bisherigen Startturm markieren, bevor die neue Anlage OLM2 in Betrieb genommen wird. Der Booster wird von 33 Raptor-Triebwerken angetrieben – optimiert für künftige interplanetare Missionen.
Am 12. Oktober sollte eine weitere Falcon 9 mit der KF-03-Mission starten, um 24 Satelliten für Amazons Projekt Kuiper in den Orbit zu bringen – ein direkter Konkurrent zu Starlink. Der Start wurde jedoch aufgrund technischer Überprüfungen verschoben.
Abseits von SpaceX und China gab es weitere bedeutende Ereignisse. NASA und Axiom Space verschoben den geplanten Start der privaten Axiom Mission 4 (Ax-4) zur ISS, während Japan den Start seines neuen HTV-X-Frachters vorbereitete. Mehrere Versorgungsschiffe lieferten in dieser Woche neue wissenschaftliche Experimente und Hardware zur Raumstation.
 In der Forschung feierte die NASA die Entdeckung des 6.000. Exoplaneten, ein Meilenstein der modernen Astronomie. Zudem gelang es Forschern, komplexe astrophysikalische Simulationen erstmals auf handelsüblichen Laptops statt auf Supercomputern durchzuführen. Ein türkisches Team entdeckte zudem den Asteroiden „Bilsemduzce“, der mittlerweile offiziell registriert wurde.
Politisch stand die Woche im Zeichen von Beratungen über US-Raumfahrtbudgets und internationale Kooperationen. Der Startkalender für das vierte Quartal 2025 zeigt zahlreiche weitere Missionen – von der ESA, der CNSA und kommerziellen Anbietern weltweit.

 

Woche vom 29. September - 5. Oktober 2025

In der Woche vom 29. September bis 5. Oktober 2025 war die internationale Raumfahrt von hoher Aktivität geprägt – insbesondere durch SpaceX, das mit mehreren Starts seine Dominanz im Bereich orbitaler Missionen unterstrich. Zugleich fanden bedeutende wissenschaftliche und organisatorische Ereignisse statt, die die globale Raumfahrtgemeinschaft enger zusammenbrachten.

SpaceX führte in dieser Woche vier wichtige Missionen durch. Am 29. September startete eine Falcon 9 von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien die Starlink-Mission 11-20 (Starlink-307) und brachte 28 Satelliten in den erdnahen Orbit. Der Start erzeugte eine spektakuläre, quallenförmige Wolke am Himmel, die an der Westküste von Tausenden beobachtet wurde. Der Booster landete wie vorgesehen auf der Plattform „Of Course I Still Love You“ und erreichte mit seiner 28. Landung einen neuen Rekord.
Am 1. Oktober folgte ein suborbitaler Testflug für das US-Militär (JUSTIN/HASTE) von Cape Canaveral, Teil eines Programms für Hyperschall- und Suborbitaltests. Am 3. Oktober hob erneut eine Falcon 9 von Vandenberg ab, diesmal mit der Starlink-Mission 11-39 (Starlink-308), die weitere 28 V2-Mini-Satelliten ins All brachte. Der Booster B1097 absolvierte seinen zweiten Flug innerhalb von nur 30 Tagen und landete erfolgreich auf einem Drohnenschiff. Den Abschluss bildete am 5. Oktober ein weiterer Starlink-Start von Cape Canaveral, der die hohe Startfrequenz von SpaceX unterstrich. Mit diesen Missionen kam das Unternehmen 2025 auf bislang 125 Falcon-9-Starts – ein neuer Rekord – und bereitete sich auf den nächsten Project-Kuiper-Start am 8. Oktober sowie den Starship-Testflug 11 am 13. Oktober vor. Parallel dazu arbeitet SpaceX intensiv am nächsten Starship-Testflug, für den nun ein provisorisches Startdatum feststeht. In der Nacht auf den 13. Oktober öffnet sich das Startfenster. Eine Verschiebung auf einen der folgenden Tage ist jedoch möglich.

Auch international gab es bedeutende Entwicklungen. Vom 29. September bis 3. Oktober fand in Sydney der 76. Internationale Astronautenkongress (IAC) unter dem Motto „Sustainable Space Imperatives“ statt und zog über 5.000 Teilnehmer an. Diskutiert wurden Themen wie Mond- und Marsmissionen, Weltraummüll und der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Zu den Höhepunkten zählten Vorträge zum Artemis-Programm der NASA und zur ESA-Mission Juice, die 2031 Jupiter erreichen soll. Die ESA eröffnete zudem eine zweite Deep-Space-Antenne in New Norcia, Australien, um die Kommunikation mit fernen Raumsonden zu verbessern.
Auf der Internationalen Raumstation (ISS) führte die russische Progress-Sonde am 2. Oktober ein Manöver zur Höhenanpassung durch, das von der NASA mit eindrucksvollen Bildern dokumentiert wurde. Kurz zuvor hatte die Cargo Dragon CRS-33 nach einer viermonatigen Versorgungsmission abgedockt. Auch wissenschaftlich gab es Fortschritte: Der NASA-ISRO-Satellit NISAR testete erfolgreich seinen 12-Meter-Reflektor zur Erdbeobachtung, während die ESA-Mission Juice trotz früherer Kommunikationsprobleme einen Venus-Flyby absolvierte. Das Chandra-Teleskop der NASA lieferte neue Bilder des „Hand of God“-Nebels und der Jupiter-Auroren, und der Mars-Rover Perseverance entdeckte metallische Adern, die Hinweise auf früheres mikrobielles Leben geben könnten.
 

Woche vom 22. - 28. September 2025

Die Woche vom 22. bis 28. September 2025 war von bedeutenden Ereignissen in der Raumfahrt geprägt, die technologische Fortschritte, internationale Zusammenarbeit und öffentliche Begeisterung widerspiegelten.

Am 22. September kam es gleich zu mehreren Höhepunkten: In den USA startete das Pentagon das Projekt „Helios-Satellitenjäger“ zur Verbesserung der Weltraumüberwachung. Ebenfalls an diesem Tag führte Rocket Lab in Virginia einen suborbitalen Testflug mit der HASTE-Rakete durch, dessen Nutzlast JAKE 4 eine klassifizierte Regierungsmission war. Parallel dazu brachte SpaceX mit einer Falcon 9 vom SLC-4E in Vandenberg die Mission NROL-48 ins All. In Boca Chica absolvierte Ship 38 des Starship-Programms zudem einen StaticFire mit sechs Raptor-Triebwerken – ein weiterer Schritt Richtung Orbit, welcher für Mitte Oktover erwartet wird.

Am 23. September folgte ein weiterer suborbitaler HASTE-Testflug von Rocket Lab. Am 24. September brachte eine Falcon 9 von LC-39A im Kennedy Space Center drei bedeutende Missionen ins All: die NASA-Sonde IMAP, das Carruthers Geocorona Observatory und den Wettersatelliten SWFO-L1. Am selben Tag startete ausserdem vom Gelben Meer eine chinesische Jielong-3-Rakete mit Satelliten der Geely Future Mobility Constellation, die das Beidou-System für präziseres Navigieren und autonomes Fahren ergänzt.

Auch in den Folgetagen blieb es dynamisch: Am 25. September startete SpaceX von Cape Canaveral die Mission Starlink-305, während eine Atlas V der United Launch Alliance mit Kuiper-5 insgesamt 27 Satelliten für Amazons Kommunikationsnetzwerk in die Umlaufbahn brachte. Am 26. September folgte von Vandenberg der Start von Starlink-306, dessen Erststufe auf einem Drohnenschiff im Pazifik landete.

Den Abschluss der Woche bildete am 28. September der „Tag der Raumfahrt“ unter dem Motto ‘Raumfahrt ist überall’ in Köln, organisiert vom DLR gemeinsam mit der ESA. Spät am Abend startet von Vandenberg zudem eine weitere Falcon 9 mit Starlink-Satelliten, deren Erststufe auf „Just Read The Instructions“ landete. Damit summierten sich bis Ende September bereits über 120 Falcon-9-Starts allein im Jahr 2025.

 

Woche vom 15. - 21. September 2025

Am 17. September wurde der neueste Starship-Oberstufen-Prototyp, Ship 38, zur Startplattform bei Starbase in Texas gerollt. Damit begannen die konkreten Vorbereitungen für den elften Testflug des Starship-Systems. Mit dem Verbringen des Fahrzeugs zur Rampe konnten die Bodenteams eine Abfolge von Tests und Prüfungen einleiten, darunter Kontrollen der Treibstoffsysteme, der Avionik sowie der Schnittstellen zur Startanlage – alles notwendige Schritte vor Zündtests und Startoperationen.
Nur drei Tage später hiess es, dass Ship 38 für einen Static-Fire-Test auf Pad 1 bereitstehe, während der beschädigte Massey-Teststand weiterhin instand gesetzt wurde. Dies deutete darauf hin, dass die grundlegenden Vorbereitungen auf der Rampe – wie die Sicherung des Fahrzeugs und die Anbindung an die Bodensysteme – zügig abgeschlossen worden waren. Parallel dazu liefen weiterhin Reparaturarbeiten am Massey-Teststand, der bei früheren Operationen beschädigt worden war. Während Ship 38 auf der Startrampe für die nächsten Testschritte vorbereitet wurde, waren SpaceX-Teams zudem stark mit Infrastrukturverbesserungen beschäftigt. So wurde die Methan-Tankfarm neu aufgebaut, um die Treibstoffversorgung zu optimieren, und es wurden zusätzliche Sicherheitsmassnahmen installiert, die die Zuverlässigkeit sowohl bei Tests als auch bei Flugoperationen erhöhen.
Am 19. September erfolgte ausserdem ein erfolgreicher Start einer SpaceX Falcon 9-Rakete mit einer Ladung von Starlink-Satelliten von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Nur einen Tag später war der Testflug der Taiga-Rakete des kanadischen Unternehmens NordSpace vom Atlantic Spaceport Complex geplant – ein weiterer Schritt im wachsenden privaten Raketenmarkt.
Der 21. September brachte gleich mehrere Höhepunkte: Von Cape Canaveral sollte eine weitere Falcon 9 mit Starlink-Satelliten starten. Darüber hinaus konnten Himmelsbeobachter an diesem Tag gleich zwei astronomische Besonderheiten erleben. Zum einen fand eine partielle Sonnenfinsternis statt, die unter anderem in Neuseeland, im südöstlichen Australien sowie über Teilen des Pazifiks sichtbar war. Zum anderen stand Saturn in Opposition zur Erde, was ihn besonders hell am Nachthimmel erscheinen liess.


Woche vom 8. - 14. September 2025

Die Zahl der Raketenstarts reichte in dieser Woche weltweit wieder für rund einen Start pro Tag. Am 8. September startete im Gelben Meer von einer schwimmenden Startplattform eine Jielong-3-Rakete mit der Geely Constellation Group 05, bekannt als Geely Future Mobility Constellation. Dabei wurden weitere Satelliten für das zukünftige Kommunikationsnetzwerk GEESATCOM ausgesetzt. Alle Satelliten erreichten ihre vorgesehene Umlaufbahn und arbeiten erwartungsgemäß.
Am 9. September folgte eine Langer Marsch 7C mit der Mission Yaogan 45, die einen weiteren chinesischen Erdbeobachtungssatelliten in den Orbit brachte.
In Vandenberg (Kalifornien) startete am 10. September eine Falcon 9 von SpaceX mit der Mission SDA Tranche 1 Transport B. Diese gehört zur Proliferated Warfighter Space Architecture (PWSA), einer Satellitenkonstellation für weltweite militärische Konnektivität, einschließlich der Fähigkeit zur Erkennung von Hyperschallraketen.
Am 11. September startete in Baikonur eine Sojus-2 mit dem Versorgungsfrachter Progress MS-32 zur ISS.
Der 12. September gehörte erneut SpaceX: Eine Falcon 9 brachte von Cape Canaveral die Mission Nusantara Lima in eine geostationäre Umlaufbahn. Die Mission, geleitet von Pasifik Satelit Nusantara (PSN) aus Indonesien, umfasst den Start eines leistungsstarken Telekommunikationssatelliten, der die Breitbandversorgung in Indonesien und den umliegenden Regionen deutlich verbessern soll.
Am 13. September startete von Plesetsk (Russland) mit einer Sojus-2 die Mission Glonass K1 Nr. 18L. Glonass ist das russische Pendant zum amerikanischen GPS.
Ebenfalls am 13. September folgte von Vandenberg eine weitere Starlink-Mission mit einer Falcon 9.
Parallel zu den Starts arbeitet SpaceX bereits am nächsten Starship Testflug, welcher für Anfang Oktober zu erwarten ist. Am 6. September wurde der Booster 15-2 auf die Startplattform gehoben und die Triebwerke wurde für einen Test (Static Fire) für mehrere Sekunden gestartet.

 

 

Woche vom 1. - 7. September 2025

Nach der sehr erfolgreichen vergangenen Woche steht in dieser Woche lediglich ein Falcon-9-Start auf dem Programm. Am 3. September soll eine Falcon 9 von SLC-4E, Vandenberg SFB, abheben.

Bei SpaceX wird derweil intensiv am nächsten Starship-Testflug gearbeitet, und alle Interessierten warten auf die Bekanntgabe des neuen Startdatums.

 

Woche vom 25. - 31. August 2025

Der für den frühen Morgen des 25. August geplante Start von Starship IFT-10 musste aufgrund eines Problems mit den bodenseitigen Anlagen um einen Tag verschoben werden. Das neue Startfenster öffnet sich nun am 27. August um 01:30 Uhr (MEZ).
Am 27. August 2025 um 01:30 Uhr MEZ startete IFT 10 von Starbase, Texas, und markierte einen wichtigen Schritt zur Entwicklung der ersten vollständig wiederverwendbaren Trägerrakete. Alle Hauptziele wurden erreicht und lieferten wertvolle Daten für die Weiterentwicklung von Starship und Super Heavy.
Super Heavy zündete alle 33 Raptortriebwerke, stieg über den Golf von Mexiko auf und leitete nach der Stufentrennung ein Rückkehrmanöver mit Landeverbrennung ein, bevor er kontrolliert im Meer aufsetzte.
Starship zündete sechs Triebwerke, erreichte eine suborbitale Flugbahn, setzte acht Starlink-Dummys aus und testete erfolgreich ein erneutes Zünden im All. Beim Wiedereintritt sammelte es Daten zu Hitzeschild und Struktur, bevor es im Indischen Ozean kontrolliert wasserte.
Der zehnte Testflug lieferte wertvolle Erkenntnisse, die den Weg für die nächste Entwicklungsstufe ebnen.

SpaceX hat innerhalb von 24 Stunden zwei Starlink-Starts durchgeführt.
Am Donnerstag den 28. August um 10:12 Uhr MESZ hob eine Falcon-9 von Rampe 39A im Kennedy Space Center ab. Das Besondere an dieser Mission, der Booster mit der Nummer B1067 ist damit zum 30. Mal in den Weltraumgestartet worden, ein neuer Rekord! Rund 8.5 Minuten nach dem Start landete der Booster dem Drohnenschiff "A Shortfall of Gravitas" im Atlantik. Dies war die 122 Landung auf der "A Shortfall of Gravitas" und die insgesamt 495. Landung eines Falcon 9 Boosters.
Die Mission Starlink 10-11 brachte 28 weitere V2-Mini-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Tags zuvor war schon eine Rakete von Rampe 40 in Cape Canaveral gestartet.
Insgesamt hat SpaceX 2025 bereits über 1.800 Starlink-Satelliten auf 74 Missionen ins All gebracht.

 

Woche vom 18. - 24. August 2025

Gleich acht Raketenstarts von sechs verschiedenen Anbietern erfolgten in der laufenden Woche. Die Reihe eröffnete am 18. August eine Falcon 9, die von Vandenberg aus startete und 24 Starlink-V2-Mini-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn brachte.

Am 19. August folgte eine Kinetica-1-Rakete, die vom Jiuquan Satellite Launch Center in China die Mission Tianyan-26 ins All brachte.

Die Mission Bion-M Nr. 2 startete am 20. August vom Kosmodrom Baikonur. Bion-M ist eine russische Raumkapsel der neuen Generation, die für biologische Forschungszwecke bestimmt ist und lebende Organismen aus dem Orbit zur Erde zurückbringen kann. Der Buchstabe „M“ steht für „modifiziert“.

Am 21. August startete die russische Armee die Mission Kosmos 2591–2594. Eine Angara-1.2-Rakete hob dazu um 11:23 Uhr (MEZ) vom Kosmodrom Plessezk ab.

Der 101. Falcon-9-Start des laufenden Jahres brachte am 22. August von Florida aus den Raumgleiter X-37 der US Space Force ins All. Da es sich – wie bei den vorangegangenen Starts – um eine geheime Mission handelt, sind keine weiteren Informationen zur Mission USSF-36 bekannt. Am gleichen Tag folgte ausserdem eine weitere Starlink-Mission, ebenfalls mit einer Falcon 9, die von Vandenberg aus startete.

Rocket Lab startete am 23. August eine Electron-Rakete mit fünf Kundensatelliten unter dem Namen Live, Laugh, Launch. Was der Name genau zu bedeuten hat, bleibt jedoch unklar, da Rocket Lab den Auftraggeber nicht bekannt gegeben hat und offenbar eine gewisse Geheimhaltung besteht.

Am 24. August schliesslich startete SpaceX für die NASA den ISS-Versorgungsflug CRS-SpX-33, der Fracht zur Internationalen Raumstation brachte.

 

Woche vom 11. - 17. August 2025

Am 11. August folgte schliesslich ein weiterer Höhepunkt: Nach mehreren wetterbedingten Verzögerungen absolvierte SpaceX seine 100. Mission im laufenden Jahr. An Bord der Falcon 9 befanden sich mehrere Kuiper-Satelliten von Amazon, die Teil der geplanten Megakonstellation für Breitbandinternet sind. Das Projekt Project Kuiper gilt als direkter Wettbewerber zu SpaceX’ eigenem Starlink-Netzwerk, wodurch dieser Start auch symbolisch besondere Aufmerksamkeit erhielt. Mit der hohen Startfrequenz untermauert SpaceX erneut seine Dominanz im globalen Trägerraketensektor und demonstriert zugleich die wachsende Nachfrage nach Satelliteninternetdiensten weltweit.

Die United Launch Alliance (ULA) startete am 13. August 2025 erfolgreich ihre erste nationale Sicherheitsmission mit einer Vulcan Rakete. Es handelte sich um die Mission USSF 106, die vom Startkomplex 41 der Cape Canaveral Space Force Station abhob. Dies war die erste operationelle Nutzlast der US Space Force, die mit der neuen Vulcan Trägerrakete transportiert wurde. Der Start war ein wichtiger Meilenstein für ULA, da die Vulcan mittelfristig die Atlas V und Delta IV Raketenflotten ersetzen soll.

Am 14. August startete SpaceX vom Startkomplex 40 in Cape Canaveral eine Falcon 9 mit der Mission „Starlink 10 20“. Dabei wurden 28 Starlink Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht. Der eingesetzte Booster absolvierte bereits seinen zehnten Flug und landete anschliessend sicher auf der Drohnenplattform Just Read the Instructions.

Am 17. August folgte von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien eine weitere Falcon 9 Mission mit 24 Starlink V2 Mini Satelliten. Dieser Start markierte zugleich den hundertsten Falcon 9 Flug des Jahres 2025 sowie die 72. Starlink Mission des laufenden Jahres. Damit hat SpaceX 2025 bereits über 1800 Starlink Satelliten ins All gebracht und das Tempo der Erweiterung der Konstellation weiter erhöht.

 

Woche vom 4. - 10. August 2025

Am 5. August startete in Neuseeland die Electron-Rakete von Rocket Lab zur Mission "The Harvest Goddess Thrives". Nutzlast war der QPS-SAR-12-Satellit mit dem Spitznamen KUSHINADA-I, gebaut für das japanische Erdbeobachtungsunternehmen Institute for Q-shu Pioneers of Space, Inc. (iQPS). Der Mikrosatellit wurde in eine kreisförmige, niedrige Erdumlaufbahn in 575 Kilometern Höhe ausgesetzt. Mit ihm setzt iQPS den Aufbau seiner Konstellation von synthetischen Apertur-Radar-Satelliten (SAR) fort, die hochauflösende Erdbeobachtungsdaten unabhängig von Tageszeit und Wetter liefern können. Für Rocket Lab war es bereits die fünfte Mission für iQPS und gleichzeitig der 69. Electron-Start seit Beginn des Programms im Jahr 2017 – ein weiterer Meilenstein für das neuseeländisch-amerikanische Raumfahrtunternehmen.

Am 7. August 2025 hat Jim Lovell seine letzte Reise angetreten. Bekannt als Pilot von Apollo 8 und Kommandant der legendären Apollo-13-Mission, war Jim Lovell einer der bekanntesten Astronauten überhaupt. Im Alter von 97 Jahren ist er in Lake Forest, Illinois, gestorben.

Nicht gestartet ist am 10. August die Amazon Kuiper-4-Mission (KF-02). Dies war seit dem 7. August bereits der dritte Startabbruch (Wetterbedingt). Auf einer Falcon 9 sollen 24 Satelliten des Starlink-Konkurrenten Project Kuiper transportiert. Amazon baut seit April 2025 seine Kuiper Konstellation aus und plant über die kommenden Jahre etliche Starts mit Falcon 9, Vulcan, Atlas V, Ariane 6 und New Glenn. Der nächste Startversuch soll nun in der kommenden Woche stattfinden.

In Boca Chica haben unterdessen die Vorbereitungen an der Startrampe für den Starship-Flug IFT-10 begonnen. Der für den Test von Ship 37 installierte Adapter wurde in der Nacht auf den 4. August demontiert. Ship 37 und Booster 16 stehen im Fokus für den Flug IFT-10, der derzeit für den 16. August 2025 vorgesehen ist.

Am Abend des 8. August hat die SpaceX-Dragon-Kapsel Endurance von der ISS abgelegt und ist gut 17 Stunden später, am 9. August, vor der Küste Kaliforniens gelandet. Die Mitglieder der NASA-Crew-10-Mission – Anne McClain, Nichole Ayers, Takuya Ōnishi und Kirill Peskow – sind damit zurück auf der Erde.

Ebenfalls am 8. August, erfolgte in China der Start einer Jielong-3-Trägerrakete. Diese brachte einen Telekommunikationssatelliten der Firma Geespace, genannt Geesatcom, erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die Jielong-3 gehört zu einer neuen Generation kostengünstiger, kommerzieller Träger, die von China entwickelt werden, um flexiblere Startdienste für kleine und mittlere Satellitenanbieter anbieten zu können.

 

Woche vom 28. Juli - 3. August 2025

Eine spannende Woche geht zu Ende. Mehrere Startversuche waren nötig, bis das australische Unternehmen Gilmour Space am 29. Juli seine Eris-Rakete starten konnte – leider erfolglos. Bereits nach wenigen Metern Höhe fiel eines der Haupttriebwerke aus, und die Eris landete unsanft neben der Startrampe.

Am 1. August startete – nach einem Startabbruch am Vortag – die NASA/SpaceX-Mission Crew-11 zur ISS. Am 2. August konnten die bestehenden Besatzungsmitglieder die Neuankömmlinge Zena Cardman (USA – Commander, Mission 74/75), Mike Fincke (USA – Pilot), Kimiya Yui (Japan – Mission Specialist) und Oleg Platonov (Russland – Mission Specialist) an Bord der Raumstation willkommen heissen.

SpaceX befindet sich derzeit in den Startvorbereitungen für den IFT-10. Am 31. Juli und am 1. August absolvierte Starship Nr. 37 jeweils einen erfolgreichen Static-Fire-Test auf dem temporär zum Testgelände erweiterten Startplatz in Boca Chica.
Der Start von IFT-10 wird derzeit für die erste Augusthälfte erwartet.

 

Woche vom 21. - 27. Juli 2025

Während SpaceX an seinen Standorten in Boca Chica, Texas, und in Florida intensiv an neuen Infrastrukturen arbeitet, sind für die Woche vom 21. bis 27. Juli 2025 zwei Starlink-Missionen geplant. Diese starten von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida und der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Ziel ist die weitere Erweiterung der Starlink-Satellitenkonstellation zur Verbesserung der globalen Internetabdeckung.

Darüber hinaus stehen weitere Starts an: Arianespace plant den Start einer Vega-C-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana, während Roscosmos eine Sojus-2-Mission vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan vorbereitet. Ebenfalls bemerkenswert ist der erneute Versuch von Gilmour Space Technologies, die mehrfach verschobene Eris-Rakete vom Bowen Orbital Spaceport in Australien zu starten. Dieser Start markiert einen wichtigen Schritt für die australische Raumfahrtindustrie, da die Eris-Rakete die erste kommerzielle Trägerrakete des Landes ist.

Die Explosion der Starship SN-36 (Serial Number 36) verursachte erhebliche Schäden an der Testanlage Masseys in Boca Chica, weshalb dort derzeit keine neuen Tests durchgeführt werden können. SpaceX ließ sich jedoch nicht entmutigen und entwickelte einen Adapter, um das nächste Starship auf der regulären Startplattform zu testen. Damit rückt der nächste Teststart der Super Heavy/Starship-Kombination näher. Aktuell plant SpaceX diesen Start für August 2025, vorbehaltlich der Genehmigungen durch die Federal Aviation Administration (FAA) und der erfolgreichen Durchführung der vorbereitenden Tests.

 

Woche vom 14. - 20. Juli 2025

Für die laufende Woche sind mehrere Raketenstarts verschiedener Anbieter geplant.
 Besonders erwähnenswert ist der Erstflug der neuen Eris-Rakete in Australien. Das 25 Meter hohe Trägersystem stammt von der Firma Gilmour Space Technologies, die mit der Eris künftig bis zu 500 kg schwere Nutzlasten in den Erdorbit transportieren möchte. Der Jungfernflug stellt einen wichtigen Meilenstein für Australiens aufstrebende Raumfahrtindustrie dar.

Am 14. Juli 2025 um 13:15 Uhr (MEZ) koppelte die Axiom-Mission Ax-4 von der Internationalen Raumstation (ISS) ab und begann den Rückflug zur Erde. Die Landung erfolgte planmäßig am 15. Juli vor der Küste Kaliforniens. Die Mission dauerte etwa 18 Tage, wovon die Crew rund 14 Tage an Bord der ISS verbrachte. Während ihres Aufenthalts führte die Besatzung wissenschaftliche Experimente, Öffentlichkeitsarbeit und kommerzielle Aktivitäten durch. Zu den Experimenten zählten etwa 60 wissenschaftliche Untersuchungen aus 31 Ländern, darunter Studien zu den Auswirkungen von Mikrogravitation auf Pflanzen und Mikroalgen sowie medizinische Forschungen zu Themen wie Diabetes und Krebs.

 

Woche vom 7. - 13. Juli 2025

Seit dem 9. Juli hat die NASA endlich einen neuen Administrator (Direktor).
 Mit Sean Patrick Duffy, der bereits seit Januar Verkehrsminister in der Regierung Traum ist, wurde ein Berufspolitiker in das Amt berufen. Der 53-jährige Duffy übernimmt damit parallel die Leitung des Verkehrsministeriums und der US-Raumfahrtbehörde NASA. Über seine Qualifikationen im Bereich Raumfahrt ist bislang wenig bekannt – der ehemalige Bezirksstaatsanwalt und Fernsehmoderator hat in diesem Feld keine erkennbare Erfahrung vorzuweisen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die NASA unter seiner Führung entwickeln wird.

Während inzwischen fast alle zwei Tage eine Falcon-9-Rakete abwechselnd in Florida und Kalifornien startet, arbeitet SpaceX weiterhin an der Aufarbeitung der Explosion von Starship Nr. 36.
 Die Ursache wurde inzwischen offiziell bestätigt: Wie bereits vermutet, lag das Problem bei den COPV-Druckbehältern (Composite Overwrapped Pressure Vessels), deren Qualität nicht den Anforderungen entsprach. Auf einem veröffentlichten Bild sind gebrauchte COPVs zu sehen, die vermutlich entweder entsorgt oder noch zu Testzwecken verwendet werden.
Das Problem gilt als relativ einfach zu beheben, ist jedoch mit einem Umbau bzw. Upgrade der bereits gebauten Starships Nr. 37 und 38 verbunden.
Der nächste Testflug könnte voraussichtlich ab Ende Juli 2025 stattfinden. Da SpaceX für diese Flüge in der Regel überholte Starship-Versionen einsetzt, bleibt ein gewisser „Überraschungseffekt“ stets möglich. Allerdings ist in den bisherigen Tests genug schiefgegangen, sodass nun ein erfolgreicher Flug dringend erforderlich erscheint.
Für den vermutlich übernächsten Testflug steht auch bereits der neue Starship-Booster in der Version V3 kurz vor der Fertigstellung – ein bedeutender technologischer Schritt.
 

 

Woche vom 30. Juni - 6. Juli 2025

Bei der NASA herrscht derzeit keine gute Stimmung. Nachdem Präsident Trump die Nominierung seines Wunschkandidaten für das Amt des NASA-Administrators, Jared Isaacman, zurückgezogen hat, befindet sich die Behörde im Krisenmodus. In einem kurzfristig anberaumten öffentlichen Gespräch mit den derzeitigen Führungspersonen der NASA am vergangenen Mittwoch wurde die Situation gemeinsam mit Mitarbeitenden erörtert. Es ist offensichtlich, dass von der aktuellen Leitung der NASA z.Z. keine nennenswerten Impulse zu erwarten sind.
Janet Petro, die am Tag von Donald Trumps Amtsantritt den bisherigen Administrator Bill Nelson ablöste, sollte das Amt ursprünglich nur kommissarisch bis zur Bestätigung Isaacmans übernehmen. Dass es nicht dazu kam, ist vermutlich auf den erheblichen Widerstand gegen Isaacman im Kongress zurückzuführen. Dabei gilt Isaacman als einer der qualifiziertesten Kandidaten für diese Position.
Zudem verschärfen massive Budgetkürzungen die Situation: Immer mehr Mitarbeitende verlassen die Raumfahrtbehörde. Einen interessanten Beitrag zu diesem Thema findest Du -> hier.

Nach den Vorfällen der vergangenen Woche arbeiten sowohl SpaceX als auch die anderen betroffenen Unternehmen intensiv an der Aufklärung und Analyse der Ereignisse. Ungeachtet dessen läuft das Startgeschäft wie geplant weiter, da die Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem SLS- und dem Starship-Programm als Anomalien im Rahmen von Testläufen neuer Raumfahrzeuge bewertet werden müssen.

Aktuell auf der ISS: 
Die private Raumfahrtmission Axiom Space Ax-4 unter dem Kommando der erfahrenen US-Astronautin Peggy Whitson, ist derzeit Teil der Expedition 73 auf der Internationalen Raumstation (ISS). Am 26. Juni dockte Ax-4 erfolgreich an der ISS an. Die Mission verfolgt einen rein wissenschaftlichen Ansatz und ist die bislang umfangreichste ihrer Art im Rahmen des Axiom-Programms. Insgesamt sind rund 60 Experimente und Studien aus 31 Ländern geplant – darunter die USA, Indien, Polen, Ungarn, Saudi-Arabien, Brasilien, Nigeria, die Vereinigten Arabischen Emirate und zahlreiche europäische Staaten. Obwohl privat organisiert, wird die Mission von den teilnehmenden Nationen finanziert.
Die vierköpfige Besatzung setzt sich zusammen aus Missionskommandantin Peggy Whitson und drei Raumfahrtneulingen: Shubhanshu Shukla aus Indien, Tibor Kapu aus Ungarn und Sławosz Uznański aus Polen. Nach dem Andocken an die Raumstation wird die Crew rund zwei Wochen an Bord bleiben, um die geplanten wissenschaftlichen Arbeiten durchzuführen.
Diese Mission verdeutlicht die zunehmende internationale Relevanz und die verstärkte Kooperation in der Mikrogravitationsforschung im erdnahen Orbit (LEO). Ziel ist es, mehr Länder für die Raumfahrt zu begeistern, neue Partner in die Forschung einzubinden, den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Nutzen der Mikrogravitation sichtbarer zu machen und die globale Zusammenarbeit gezielt zu stärken.
Die im Rahmen der Mission durchgeführten Studien leisten einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung des internationalen Wissens – insbesondere in den Bereichen Humanforschung, Erdbeobachtung, Lebens- und Biowissenschaften sowie Materialforschung. Zugleich demonstrieren sie eindrucksvoll das wissenschaftliche und technologische Potenzial der Herkunftsländer der Crew-Mitglieder im Bereich Raumfahrt.

 

Woche vom 23. - 29. Juni 2025

Axiom Space konnmte am 25. Juni, nach langem warten, die Ax-4 Mission starten. Zusammen mit Kommandantin Peggy Whitson (USA) konnten die Neu-Astronauten Shubhanshu Shukla (Indien), Tibor Kapu (Ungarn) und Sławosz Uznański-Wiśniewski (Polen) am 26. Juni an der ISS andocken.

Explosive Zeiten. Am 26. Juni kam es bei einem Test des neuen Feststoffboosters für das Space Launch System (SLS) in Utah zu einer Anomalie und in der Folge zur Explosion der Austrittsdüse. Rund 100 Sekunden nach Zündung trat an der Düse Rauch aus, kurz darauf flogen Trümmerteile. Der Booster brannte dennoch bis zum Testende weiter. Northrop Grumman erklärte später, man habe „die Grenzen der Konstruktion“ ausgelotet und gewinne wertvolle Erkenntnisse für künftige Entwicklungen.

Der Feststoffbooster soll ab Artemis 9 eingesetzt werden und soll durch neue Materialien und Treibstoffe eine höhere Leistung bringen. Ob er jemals fliegen wird, ist jedoch unklar, da die Zukunft des SLS-Programms über Artemis 5 hinaus unsicher ist. Es war bereits der zweite Düsenzwischenfall bei einem Northrop-Booster innerhalb eines Jahres.

Auch SpaceX musste einen herben Rückschlag verkraften: Das Starship ist explodiert. Auch Axiom Space wartet weiterhin auf eine Startmöglichkeit zur Internationalen Raumstation (ISS).
Das Starship Nr. 36, das für den integrierten Testflug 10 vorgesehen war, hat sich in der Nacht auf den 19. Juni auf dem Testgelände von SpaceX in einer gewaltigen Explosion in seine Einzelteile aufgelöst. SpaceX spricht in solchen Fällen von einer „RUD“ (Rapid Unscheduled Disassembly).
Die Ursache des Unfalls war schnell identifiziert: Einer der im oberen Teil des Starships montierten Druckbehälter – ein sogenannter COPV (Composite Overwrapped Pressure Vessel) – versagte unter dem hohen Innendruck und explodierte.
Diese Explosion löste eine Kettenreaktion aus, die zur vollständigen Zerstörung des Starships führte. Über 1.000 Tonnen flüssiger Sauerstoff und etwa 40 Tonnen flüssiges Methan entzündeten sich dabei und bildeten einen gigantischen Feuerball.
Ein COPV ist ein spezieller Hochdruckbehälter: Er besteht aus einem Metallkern, der mit einer Umwicklung aus Kohlefasergewebe verstärkt ist. Solche Behälter werden verwendet, um Gase unter extrem hohem Druck (über 300 Bar) sicher zu speichern.

Von den Überresten des Raumschiffs ist kaum noch etwas zu erkennen, und auch das Testgelände hat beträchtlichen Schaden genommen. Dank der von SpaceX vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen wurde jedoch niemand verletzt. Das Unternehmen untersucht derzeit die genauen Umstände des Vorfalls. Der nächste Starship-Start wird sich voraussichtlich deutlich verzögern und vermutlich nicht vor August stattfinden.

 



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